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Nato beendet Anti-Pirateneinsatz

Horn von Afrika Nato beendet Anti-Pirateneinsatz

Die Nato beendet den Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika. Wie das Marinehauptquartier der Nato in London mitteilt, bereiten sich die letzten 20 Soldaten einer dänischen Luftwaffen-Einheit auf die Rückkehr nach Dänemark vor.

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Das Kampfschiff "Absalon" aus Dänemark war das letzte in der Mission aktive Schiff.

Quelle: Frank Behling

London. Am Sonnabend startete zum letzten Mal ein dänisches Aufklärungsflugzeug vom Typ „Challenger CL 604“ von den Seychellen zu einer Mission entlang der Schifffahrtsrouten vor Somalia. Die Einheit sammelte Daten und Informationen über Aktivitäten in somalischen Küstengewässern und im Golf von Aden. Mit diesem letzten Flug wird auch das Ende der Nato-Operation „Ocean Shield“ offiziell eingeläutet. „Wir haben unsere Arbeit getan“, sagte der dänische Kommandeur Major Anders Peter Kyed. Zuvor war als letztes Kampfschiff das dänische Mehrzweckschiff „Absalon“ im Einsatz. Zum Jahresende stellt die Nato den Einsatz offiziell ein.

Zuletzt gab es keine Angriffe mehr

Die Nato-Operation Ocean Shield wurde 2009 gestartet und seitdem durch fast alle Nato-Staaten mit Schiffen und Flugzeugen unterstützt. Zeitweise waren bis zu acht Kampfschiffe unter der Flagge der Nato vor Somalia und im Golf von Aden aktiv. Der militärische Druck zeigte Wirkung: Die Zahl der Piratenangriffe ging nach der Rekordzahl von 67 im Jahr 2009 auf null im Jahr 2014 zurück. Zuletzt gab es nur noch vereinzelte Versuche durch Piraten. Die Handelsschiffe setzen zum Schutz auf bewaffnete Sicherheitsteams an Bord, die Angriffe bislang immer erfolgreich abwehrten. 

Ungeachtet des Endes der Nato-Operation Ocean Shield geht die EU-Operation Atalanta mit selbem Ziel am selben Standort weiter. Allerdings wird die deutsche Marine sich aus Mangel an Einheiten im nächsten Jahr nicht mehr mit Schiffen am Horn von Afrika einbringen können.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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