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Jemen: Zivilisten sterben bei Luftangriff auf Sanaa

Konflikte Jemen: Zivilisten sterben bei Luftangriff auf Sanaa

Bei einem Angriff saudischer Kampfflugzeuge auf ein Militärlager in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind 40 Zivilisten getötet worden. Mehr als 300 Menschen erlitten Verletzungen, wie Krankenhausärzte bestätigten.

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Der neue Angriff war das folgenschwerste Bombardement seit Beginn der Luftangriffe am 26. März.

Quelle: Yahya Arhab

Sanaa. Die angegriffene Basis liegt auf einer Anhöhe über dicht bevölkerten Wohnvierteln. Infolge der gewaltigen Detonationen stürzten dort viele Wohnhäuser ein.

Es war das folgenschwerste Bombardement seit Beginn der Luftangriffe am 26. März. Ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis greift seitdem Stellungen und Waffenlager der schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Norden an. Diese Aufständischen kämpfen gegen sunnitische Milizen und Sicherheitskräfte, die loyal zu dem ins Ausland geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi stehen.

Bei dem jüngsten Bombardement in Sanaa wurde den Berichten zufolge das Studio des Radiosenders Yemen FM zerstört, ein Journalist kam ums Leben. Beschädigt wurde auch die indonesische Botschaft. Zwei Diplomaten und ein weiterer Indonesier erlitten Verletzungen, bestätigte der indonesische Außenminister Retno Marsudi in Jakarta.

Nach UN-Angaben wurden bei Luftangriffen und Kämpfen am Boden zwischen Mitte März und Mitte April 731 Menschen getötet und mehr als 2750 verletzt.

Die Bundesregierung lotet indes Wege für eine internationale Konferenz zur Beendigung des Bürgerkriegs im Jemen aus. "Wir brauchen so etwas wie eine Atempause. Wir brauchen einen Weg hin zu politischen Gesprächen", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Rande von Beratungen mit EU-Amtskollegen in Luxemburg. Sein Staatssekretär Markus Ederer habe in der vergangenen Woche in der Region mit Vertretern Saudi-Arabiens und des Irans Gespräche zu einer möglichen Konferenz geführt. Er habe nicht den Eindruck, dass sich der Konflikt auf militärischem Wege lösen lasse, sagte Steinmeier.

dpa

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