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Mysteriöses Flugblatt zeigte Weg nach Mazedonien

Kommando Norbert Blüm Mysteriöses Flugblatt zeigte Weg nach Mazedonien

Der Exodus Hunderter Migranten aus Griechenland nach Mazedonien vom Montag ist nach Ansicht der Regierung in Athen durch ein Flugblatt in arabischer Sprache ausgelöst worden. Darin sei den Migranten, die seit Wochen im Camp von Idomeni ausharren, gezeigt worden, wie sie den mazedonischen Zaun umgehen können.

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Hunderte Migranten folgten der Aufforderung des mysteriösen Flugblattes und versuchten, auf einer alternativen Route nach Mazedonien zu gelangen.

Quelle: Yannis Kolesidis/dpa

Athen. Zudem wurden mit diesen Flyern falsche Informationen über die Absichten Athens verbreitet, hieß es vom griechischen Krisenstab für die Flüchtlingskrise am Dienstagmorgen in Athen. Wer dahinter steckt, sagte Athen nicht.

Für Verwirrung sorgte vor allem die Tatsache, dass auf dem Flugblatt rechts unten "Kommando Norbert Blüm" steht. Blüm hatte am vergangenen Wochenende aus Solidarität eine Nacht im Zelt mit den Flüchtlingen in Idomeni verbracht. Der ehemalige Arbeitsminister bestätigte allerdings gegenüber der Tagesschau, dass er mit dem Flugblatt nicht in Verbindung stehe.


Übersetzung des Flugblatts für die Migranten in Idomeni (dpa)

Der Text der Flugblätter laut einer in der griechischen Presse veröffentlichten Übersetzung aus dem Arabischen:

1. Die griechisch-mazedonische Grenze ist zu und wird zu bleiben.

2. Es gibt keine Busse oder Züge, die Sie nach Deutschland bringen werden.

3. Es ist sehr gut möglich, dass derjenige, der in Griechenland bleibt, am Ende in die Türkei abgeschoben wird.

4. Wer es schafft, illegal in einen anderen Staat Mittel- oder Osteuropas zu reisen, wird bleiben können. Deutschland akzeptiert noch Flüchtlinge.

5. Es ist möglich, dass das Lager von Idomeni in den kommenden Tagen evakuiert wird. Möglicherweise werden Sie dann in andere Lager gebracht und danach in die Türkei ausgewiesen.

Die Lösung:

1. Der Zaun, der vor Ihnen steht, soll Sie in die Irre führen, damit Sie glauben, die Grenze sei geschlossen.

Der Zaun endet fünf Kilometer von hier. Danach gibt es keinen Zaun, der Sie daran hindern könnte, nach Mazedonien zu reisen. Sie können hier rübergehen (schauen Sie auf die Karte).

2. Wenn Sie sich in kleinen Gruppen bewegen, werden Sie von der mazedonischen Polizei oder der Armee festgenommen und nach Griechenland zurückgebracht.

3. Wenn Sie aber zu Tausenden versuchen, gleichzeitig über die Grenze zu kommen, wird die Polizei Sie nicht stoppen können.

Lasst uns alle um 14.00 Uhr im Camp (von Idomeni) treffen. Bitte schauen Sie für den Weg zum Treffpunkt auf die Karte.


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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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