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Kurden im Irak finden umstrittenes G36-Gewehr "super"

Verteidigung Kurden im Irak finden umstrittenes G36-Gewehr "super"

"Bei uns hat es keinerlei technische Probleme mit dem G36 gegeben. Im Gegenteil: Die Waffe ist super", sagte der Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir der Deutschen Presse-Agentur.

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Ein Rekrut auf einem Truppenübungsplatz mit einem G36. Das Sturmgewehr gehört seit 1996 zur Standardausrüstung jedes Bundeswehrsoldaten.

Quelle: Arno Burgi

Erbil/Riga. . Im Gegenteil: Die Waffe ist super", sagte der Peschmerga-Minister Mustafa Sajid Kadir der Deutschen Presse-Agentur. "Sie funktioniert einwandfrei. Wir hätten gerne mehr davon."

Die Bundeswehr hatte den Kurden im vergangenen Jahr zusammen mit anderen Waffen 8000 G36-Gewehre für ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geschenkt. Eine Expertengruppe hat jetzt im Auftrag des deutschen Verteidigungsministeriums massive Präzisionsprobleme bei den Sturmgewehren festgestellt. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwägt deswegen, alle 167 000 Gewehre in den Beständen der Bundeswehr auszumustern.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird das G36 in 37 Ländern von Streitkräften und Polizeieinheiten genutzt. Die Armeen Litauens und Lettlands haben das Gewehr wie die Bundeswehr zur Standardwaffe gemacht. Probleme gibt es dort aber nicht.

Nach Angaben des lettischen Verteidigungsministeriums unterscheidet sich das dort genutzte Modell "erheblich" von der deutschen Variante. Bislang seien daran keine Probleme festgestellt worden, sagte eine Sprecherin der dpa.

Auch im benachbarten Litauen ist die Affäre in Deutschland bislang kein Thema. Die Militärführung sei sich zwar "bewusst, dass andere Länder mit Problemen bei der Genauigkeit und der Robustheit bestimmter Teile des G36 konfrontiert waren", sagte Generalmajor Jonas Vytautas Zukas, Befehlshaber der litauischen Armee. Es gebe aber keine Überlegungen, die Waffe deswegen zurückzuweisen. Vielmehr gebe es Pläne, zusätzliche G36 zu bestellen. "Diese Waffen entsprechen den Anforderungen der litauischen Armee."

dpa

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Ursula von der Leyen steht mitten im Sturm – wieder einmal. Diesmal geht es ums G36, seit den 90er-Jahren Standardwaffe der Bundeswehr. Zwar sind von anderen Armeen oder etwa den kurdischen Peschmerga-Kämpfern, die mehrere Tausend G36 aus deutschen Arsenalen geliefert bekamen, keine Klagen zu hören.

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