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Aktuelle Informationen zum Anschlag in Nizza

+++ Liveblog +++ Aktuelle Informationen zum Anschlag in Nizza

Ein Lkw rast am französischen Nationalfeiertag in eine Menschenmenge in Nizza. Etliche Menschen sterben. In der südfranzösischen Stadt bricht Panik aus, die politischen Reaktionen sind weltweit spürbar. Erfahren Sie alle aktuellen Nachrichten in unserem KN-Liveblog.

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Der französische Präsident François Hollande erreicht am Freitagmittag wieder Nizza.

Quelle: Eric Gaillard/AFP

Ab jetzt berichtet KN-online im automatisierten Liveticker.

+++ 14.30 Uhr: Zusammenfassung +++

Kurz nach dem Ende der Fußball-EM steht Frankreich wieder unter dem Schock eines blutigen Terroranschlags: Ein Attentäter ist mit einem Lastwagen in eine feiernde Menschenmenge in der Hafenstadt Nizza gerast und hat am französischen Nationalfeiertag mehr als 80 Menschen getötet. Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von 84 Toten und zahlreichen weiteren Verletzten, nachdem der Lkw am späten Donnerstagabend auf einer Strecke von zwei Kilometern über die berühmte Uferstraße Promenade des Anglais gerast war. Der Fahrer wurde erschossen. Es habe sich um einen 31-jährigen Franzosen tunesischer Abstammung gehandelt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Polizeikreise.

Mindestens 18 Menschen schwebten nach dem Anschlag in Lebensgefahr. Unter den Todesopfern sind zahlreiche Kinder, mehr als 50 liegen Medienberichten zufolge im Krankenhaus. Das Auswärtige Amt schloss am Freitag nicht aus, dass auch Deutsche unter den Opfern sein könnten. Laut Angaben der "Tagesschau" gab es mindestens drei deutsche Todesopfer. Zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Schule in Berlin-Charlottenburg wurden bis zum Freitagnachmittag vermisst. Insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule waren in Nizza auf Klassenfahrt.

Infografik: Chronologie des Terrors in Frankreich | Statista

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+++ 14.03 Uhr: Berlins Regierungschef: Kein Hass +++

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat mit Bestürzung auf den Terrorakt von Nizza mit mindestens 84 Toten reagiert. „Wir verurteilen diese mörderische Tat auf das Schärfste. Diese Tat ist ein Angriff auf unsere Art zu leben, auf unsere Freiheit, unsere Werte und auf unsere Demokratie“, betonte Müller am Freitag in einer Mitteilung. Zu möglichen Berliner Opfern sagte Müller, es gebe derzeit noch keine bestätigten Informationen. „Wir hoffen alle, dass sich dies nicht bestätigt.“ Bislang werden zwei Schülerinnen und eine Lehrerin vermisst.

„Wir dürfen uns nicht aufhetzen und gegeneinander ausspielen lassen. Wir müssen Toleranz und Offenheit wahren“, mahnte der SPD-Politiker. „Die Opfer von Nizza wollten das Leben feiern, aber unbändiger Hass brachte ihnen den Tod. Doch Hass darf nicht unsere Antwort auf Hass sein.“

Die Gedanken seien in diesen Momenten bei all den Familien, die diese Stunden in Ungewissheit und Sorge um ihre Angehörigen erleben, so Müller. Die Behörden täten ihr Möglichstes, um Klarheit zu gewinnen. „Berlin trauert mit allen, die durch den Anschlag Angehörige verloren haben.“

+++ 13.59 Uhr: Hollande in Nizza eingetroffen +++

Der französische Präsident François Hollande ist nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Paris in Nizza eingetroffen. Dort werde er unter anderem die Präfektur besuchen sowie das Krankenhaus Pasteur, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag. In dem Krankenhaus befinden sich viele Menschen, die am Donnerstag bei dem Anschlag mit einem Laster auf eine feiernde Menschenmenge verletzt worden waren.

+++ 13.53 Uhr: May fordert internationalen Kampf +++

Die neue britische Premierministerin Theresa May hat nach dem Anschlag von Nizza zum verstärkten internationalen Kampf gegen Terrorismus aufgerufen. „Wenn das – wie wir befürchten – ein Terroranschlag war, dann müssen wir unsere Anstrengungen verdoppeln, um diese brutalen Mörder zu besiegen, die unsere Lebensweise zerstören wollen.“

+++ 13.34 Uhr: Polens Präsident sichert Solidarität zu +++

Nach dem Anschlag in Nizza mit mehr als 80 Toten hat Polens Präsident Andrzej Duda Frankreich Solidarität zugesichert. „Wir bleiben im Kampf um die gemeinsame Sicherheit und bessere Zukunft Europas vereint“, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Kondolenzschreiben. Der Warschauer Kulturpalast soll nun drei Nächte lang blau-weiß-rot angeleuchtet werden. Das Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt war bereits nach den Anschlägen von Brüssel und Paris in den Nationalfarben angestrahlt worden.

+++ 13.10 Uhr: Trauerbeflaggung in Schleswig-Holstein +++

Innenminister Stefan Studt hat zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in der südfranzösischen Stadt Nizza Halbmastbeflaggung der Dienstgebäude aller Behörden und Dienststellen des Landes angeordnet. Die Trauerbeflaggung gilt für Freitag, den 15. Juli 2016. Den Kreisen, Gemeinden und Ämtern und den Körperschaften ohne Gebietshoheit, rechtsfähigen Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterstehen, wird empfohlen, sich der Trauerbeflaggung anzuschließen.

+++ 13.05 Uhr: Rat der Muslime: "Widerlicher" Anschlag +++

Der Rat der Muslime in Frankreich hat den Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten als „widerlich“ verurteilt. Er habe das Land an dem Tag getroffen, an dem Frankreich seine Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert habe, teilte die Organisation am Freitag mit.

+++ 12.48 Uhr: Bundespolizei kontrolliert Grenzen +++

Nach dem Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten kontrolliert die Bundespolizei verstärkt an den Grenzen zu Frankreich. Betroffen sind Grenzübergänge an Autobahnen und anderen Straßen sowie an Flughäfen. Zudem wird auch in Zügen strenger kontrolliert, wie die Bundespolizei am Freitag in Potsdam mitteilte. Weitere Details könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um sogenannte Schleierfahndung. Dies habe es auch bei früheren Anschlägen in Nachbarstaaten gegeben.

Mit der Schleierfahndung wird in grenznahen Gebieten nach Terroristen, Drogenschmugglern, Menschenschleppern und anderen Kriminellen gesucht. Polizisten dürfen dort „verdachts- und ereignisunabhängige Personenkontrollen“ vornehmen und dazu „jede Person kurzzeitig anhalten“ und überprüfen.

Ein Ministeriumssprecher sagte: „Ein Grund ist, dass man natürlich schauen muss: Haben die mutmaßlichen Täter mit anderen Personen zusammengearbeitet, die jetzt möglicherweise fliehen und die Grenze überqueren wollen, um dem Zugriff der französischen Justiz zu entkommen?“ Bislang sei aber noch nicht bekannt, ob es überhaupt Mittäter oder Hintermänner gebe.

+++ 12.36 Uhr: Patrick Breyer weist auf Werte der Revolution +++

Der Fraktionsvorsitzende der Piratenpartei im Landtag Schleswig-Holsteins, Dr. Patrick Breyer, sagt: "Erneut trifft eine Tragödie unsere französischen Nachbarn: Friedlich feiernde Menschen werden aus dem Leben gerissen. Neben das Unverständnis über eine solche Tat tritt Wut, aber vor allem eine große Trauer. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, den Einwohnern von Nizza und allen Franzosen. Ich wünsche den Franzosen jetzt, dass sie sich in ihrem Vertrauen auf die Werte der französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – nicht erschüttern lassen."

+++ 12.19 Uhr: Iran verurteilt "teuflisches Phänomen" +++

Der Iran hat den Anschlag in Nizza scharf verurteilt. Zugleich erklärte Teheran die Bereitschaft für eine gemeinsame internationale Antwort im Kampf gegen den Terrorismus. „Wir sind tief bestürzt und unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Opfern dieses Terroranschlags, deren Angehörigen, dem Volk und der französischen Regierung“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Freitag. Die Ereignisse in Nizza hätten erneut bewiesen, dass der Terrorismus „ein teuflisches Phänomen ohne Grenzen“ sei und nur im Rahmen einer globalen Zusammenarbeit bekämpft werden könne.

+++ 12.00 Uhr: Torsten Albig entsetzt +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat entsetzt auf den Anschlag von Nizza reagiert. „Diese unglaublich grauenvolle und sinnlose Tat bestürzt mich zutiefst“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Kiel. „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer.“

+++ 11.58 Uhr: Polizei überprüft Kölner Lichter +++

Nach dem Terroranschlag im französischen Nizza überprüft die Kölner Polizei das Sicherheitskonzept für das Feuerwerksspektakel „Kölner Lichter“ am Sonnabend. „Der gestrige Anschlag lässt uns natürlich noch mal zusätzlich sensibel mit dem Thema umgehen“, sagte eine Sprecherin am Freitag. Man sei mit anderen Sicherheitsbehörden im ständigen Austausch. Ob und in welchem Umfang das Konzept angepasst werde, sei noch nicht entschieden. Der "WDR" hatte zuvor darüber berichtet.

+++ 11.56 Uhr: Laut Zeitung 50 Kinder in Klinik +++

Nach dem Attentat in Nizza mit mindestens 84 Toten sind mehr als 50 Kinder im Krankenhaus. Das berichtete die Zeitung „Nice Matin“ am Freitag. Auch unter den Todesopfern waren mehrere Kinder. Ein Mann war am Vorabend mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gefahren, die auf der Flaniermeile Promenade des Anglais den französischen Nationalfeiertag feierte. Es gab einen Schusswechsel, die Polizei tötete den Attentäter.

+++ 11.48 Uhr: Schweigeminute bei Tour +++

Unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen und mit einer Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in Nizza ist die 13. Etappe der Tour de France am Freitag gestartet worden. Rund 600 Sicherheits-Spezialkräfte waren für die Etappe zwischen Bourg-Saint-Andéol und La Caverne du Pont-d'Arc in der Region Ardèche mobilisiert worden. Zuvor hatte die Tour-Organisation ASO bei einem Krisentreffen mit der Polizei, den Behörden und den regionalen Veranstaltern über eine Absage der Etappe diskutiert, dies aber wieder verworfen.

„Wir wollen diesen Tag nutzen, um die Opfer zu würdigen. Wir haben uns die Frage gestellt, ob die Etappe stattfinden soll. Wir sind der Meinung, dass das Rennen weitergehen soll. Wir wollen nicht dem Druck der Menschen nachgeben, die unsere Lebensweise ändern wollen“, sagte Tourchef Christian Prudhomme. Alle Festivitäten am Rande der Rundfahrt wurden allerdings zurückgefahren. Laute Musik wie sonst üblich war nicht zu hören, auch die schrille Werbekarawane passierte diesmal lautlos die Strecke.

+++ 11.45 Uhr: Trauerbeflaggung in Deutschland +++

Als Reaktion auf den Anschlag von Nizza hat Innenminister Thomas de Maizière (CDU) für diesen Freitag bundesweite Trauerbeflaggung an den obersten Bundesbehörden angeordnet. Dies geschehe als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit dem französischen Volk nach dem abscheulichen Anschlag, teilte das Ministerium am Freitag in Berlin mit. Das Auswärtige Amt in Berlin hisste die französische Flagge und setzte alle Flaggen auf halbmast. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte zuvor schon den Franzosen sein Mitgefühl ausgesprochen. „Wir trauern mit Frankreich und stehen in diesen schweren Momenten fest an seiner Seite.“

+++ 11.35 Uhr: Polizisten durchsuchen Wohnung +++

Französische Sicherheitskräfte haben die Wohnung des Fahrers durchsucht, der in Nizza mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast ist. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Nachbarn. Die Polizisten sollen gegen 9.30 Uhr in das Appartement des 31-jährigen Franko-Tunesiers gegangen sein. Laut AFP liegt die Wohnung in einem Viertel im Osten der südfranzösischen Küstenstadt.

+++ 11.33 Uhr: So ist die Hafenstadt Nizza +++

Nizza

Nizza ist ein bekannte Hafenstadt an der französischen Mittelmeerküste mit den Ausläufern der Seealpen im Hintergrund. Mit etwa 342.000 Einwohnern ist es die größte Stadt an der Côte d'Azur. Nizza ist bekannt für seine historischen Gebäude, zahlreichen Museen, Kunstgalerien, Luxushotels und Festivals.

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt gehören die Kathedrale Sainte Réparate sowie Kirchen und Paläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert. An der Küste verläuft die Prachtstraße Promenade des Anglais. Früher verbrachten viele wohlhabende Engländer den Winter über hier. Im Stadtteil Cimiez gibt es Überreste aus römischen Zeiten. Gut erhalten sind das Amphitheater und die Thermen.

Der Tourismus prägt die Wirtschaft der Stadt. Auch der Technologiepark Sophia Antipolis 20 Kilometer vom internationalen Flughafen Nizza entfernt spielt eine wichtige Rolle. Auf dem Gelände haben sich 1350 Unternehmen angesiedelt, die etwa 34 000 Menschen beschäftigen.

+++ 11.30 Uhr: Das bedeutet der Ausnahmezustand +++

Ausnahmezustand in Frankreich

Kurz nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 hat die französische Regierung den Ausnahmezustand verhängt. Damals hatten drei islamistische Terrorkommandos 130 Menschen in Clubs, Kneipen und Restaurants in Paris sowie am Fußballstadion Stade de France im Vorort Saint-Denis ermordet. Das französische Parlament verlängerte die Regelungen mehrfach, eigentlich sollten sie am 26. Juli außer Kraft gesetzt werden.

Der Ausnahmezustand räumt den Sicherheitskräften unter anderem folgende Sonderrechte ein. Sie können zum Beispiel:

- Webseiten sperren - radikale Vereine oder Organisationen auflösen - Bewegungsfreiheit einschränken - Hausarreste verhängen - Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss anordnen - besondere Zonen zu Schutzgebieten erklären - Veranstaltungsorte, Treffpunkte oder Kneipen schließen - auch legal erworbene Waffen einziehen

Vor allem Bürgerrechtsorganisationen zweifeln jedoch am Nutzen der Maßnahmen.

+++ 11.28 Uhr: Israel kündigt Hilfe an +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Frankreich nach dem Anschlag von Nizza Unterstützung bei der Terrorismusbekämpfung angeboten. „Wir werden erneut daran erinnert, dass Terrorismus überall zuschlagen kann und überall bekämpft werden muss“, sagte Netanjahu am Freitag. „Israel ist bereit, der französischen Regierung dabei zu helfen, dieses Übel zu bekämpfen bis es besiegt ist.“

Die israelische Bevölkerung stehe an diesem Tag an der Seite der Franzosen. „Israel verurteilt die Horror-Attacke in Nizza in der vergangenen Nacht aufs Schärfste“, sagte Netanjahu.

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin kondolierte dem französischen Präsidenten Francois Hollande am Freitag in einem Schreiben. „Wir müssen zusammenarbeiten, um an die Terroristen heranzukommen, an ihre Anhänger und Unterstützer, wo immer sie sich verstecken mögen“, hieß es in dem Brief laut Rivlins Sprecher. „Wir werden nie aufgeben.“

+++ 11.23 Uhr: Deutsche Flaggen auf halbmast +++

Aus Solidarität mit Frankreich hat das Auswärtige Amt in Berlin am Freitag die französische Flagge gehisst und alle Flaggen auf halbmast gesetzt. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte zuvor schon den Franzosen sein Mitgefühl ausgesprochen.

Nach dem entsetzlichen Anschlag in #Nizza sagte Außenminister Frank-Walter #Steinmeier: „Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen. Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk. Wir trauern mit Frankreich und stehen in diesen schweren Momenten fest an seiner Seite.“ After the horrible attacks in #Nice, Foreign Minister Frank-Walter #Steinmeier said: "A day dedicated to the joy and pride of the French nation has ended in tragedy, senselessly claiming many lives. People who were celebrating peacefully were killed or are now fighting for their lives. Our thoughts and heartfelt sympathy are with the victims, their relatives and all the people of France. We share in the country’s grief and stand resolutely at its side in this dark hour." (c) Colourbox

Ein von Auswärtiges Amt (@auswaertigesamt) gepostetes Foto am


„Wir trauern mit Frankreich‎ und stehen in diesen schweren Momenten fest an seiner Seite.“ Bei dem Anschlag am 14. Juli - dem französischen Nationalfeiertag - wurden in Nizza mindestens 84 Menschen getötet. Als Täter wurde ein 31-jähriger Mann identifiziert.

+++ 11.20 Uhr: Staatsanwalt gibt Pressekonferenz +++

Der französische Staatsanwalt François Molins wird um 17.00 Uhr in Nizza eine Pressekonferenz geben. Das hat die Staatsanwaltschaft in Paris am Freitag bestätigt.

+++ 11.15 Uhr: Bonnet-Weidhofer bestürzt +++

Die aus Frankreich stammende Schweriner FDP-Politikerin Cécile Bonnet-Weidhofer hat mit Bestürzung und Trauer auf den Anschlag von Nizza reagiert. Zugleich rief sie zur Verteidigung demokratischer Werte auf, die mit Terroranschlägen angegriffen würden. Dass sich der Attentäter von Nizza den französischen Nationalfeiertag ausgesucht habe, an dem Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert werden, sei bezeichnend, erklärte sie am Freitag. Die demokratischen Werte seien fragile Güter. „Deshalb müssen wir Europäer, egal ob Franzosen oder Deutsche, gemeinsam gegen den Terror und für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit kämpfen“, betonte Bonnet-Weidhofer, die als Spitzenkandidatin der FDP zur Landtagswahl antritt.

+++ 11.12 Uhr: Italien verschärft Grenzkontrollen +++

Italien hat nach dem Anschlag im nahe gelegenen Nizza die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich verschärft. An den drei Grenzübergängen sowie an der Bahnstation in Ventimiglia seien die Maßnahmen verstärkt worden, erklärte Innenminister Angelino Alfano auf Twitter.

„Unsere Sicherheitsapparate arbeiten auf Hochtouren“, schrieb er. Für Freitagmorgen berief der Minister eine Sitzung des Anti-Terrorismus-Komitee des Landes ein, bei dem über weitere Maßnahmen beraten werden sollte. Nizza im Südosten Frankreichs ist nur gut 30 Kilometer von der italienischen Grenze entfernt.

+++ 11.10 Uhr: Terrorexperte: Perfider Anschlag +++

Der Terrorexperte Rolf Tophoven sieht in dem Anschlag von Nizza klare Strategien und wiederkehrende Muster. Der Zeitpunkt des Anschlags sei „kalkuliert und perfide gewählt“, sagte Tophoven am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Mit dem Fest zum Nationalfeiertag habe der Täter ein Symbol der Franzosen getroffen. Und wieder einmal habe sich die Attacke gegen feiernde Menschen gerichtet.

Ziel solcher Anschläge sei es, Freiräume in der Gesellschaft immer mehr einzuschränken. Der Täter habe zudem einen „Überraschungsmoment“ genutzt, nachdem ein größerer Anschlag während der Fußball-EM in Frankreich ausgeblieben sei und das Land den Ausnahmezustand gerade erst wieder habe beenden wollen.

Zu der Tatsache, dass der Angreifer einen Laster nutzte, sagte Tophoven: „Das Instrumentarium des Terrors weitet sich aus. Es werden alle Mittel benutzt, um 'Ungläubige' anzugreifen.“ Die Führung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe mehrfach dazu aufgerufen, „Ungläubige“ mit allen Mitteln zu attackieren.

Tophoven betonte, die Hintergründe der Tat seien zwar noch unklar. „Der Modus Operandi und das Profil des Anschlags würde eine Nähe zum IS aber nicht ausschließen.“ Es sei möglich, dass sich der Täter durch die Ideologie des IS inspiriert gefühlt habe. Falls es sich um einen Einzeltäter handele, der sich im Stillen selbst radikalisiert habe, sei es generell schwierig, so jemanden vorher zu erkennen und zu stoppen. „Gegen solche Tätertypen haben wir kaum eine Chance.“

+++ 11.05 Uhr: Mindestens drei Deutsche unter den Opfern +++

Laut Angaben der "Tagesschau" gab es bei dem Anschlag in Nizza mindestens drei deutsche Todesopfer. Es handele sich um eine Lehrerin und zwei Schüler aus Berlin.

+++ 11.00 Uhr: Anti-Terror-Übung in Nizza +++

Wie viele andere französische Städte hatte sich auch Nizza in den vergangenen Monaten auf einen Anschlag vorbereitet. In der südfranzösischen Stadt an der Cote d'Azur fand Anfang März eine große Übung mit Beteiligung von Spezialeinheiten statt. Die Überlegungen gingen damals allerdings eher dahin, dass während der Fußball-Europameisterschaft etwas passieren könnte. In Nizza fanden vier Spiele statt, darunter auch das Achtelfinale zwischen England und Island.

+++ 10.55 Uhr: Ägyptens Präsident verurteilt Tat +++

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat den Angriff in Nizza als „brutalen Terrorvorfall“ verurteilt. Zugleich drückte er am Freitag die volle Solidarität seines Landes mit Frankreich aus. Der Terror greife nach Unschuldigen und zerstöre unterschiedslos in verschiedensten Ländern der Welt, hieß es in einer Erklärung.

+++ 10.50 Uhr: Drei Tage Staatstrauer +++

Nach dem Anschlag in der Hafenstadt Nizza hat Frankreichs Präsident François Hollande eine dreitätige Staatstrauer angeordnet. Das verkündete Premierminister Manuel Valls am Freitag nach einem Treffen des Sicherheitskabinetts im Pariser Élyséepalast. Von Samstag bis Montag sollen die Flaggen auf Halbmast hängen. Die angekündigte erneute Verlängerung des Ausnahmezustands solle bereits am kommenden Dienstag im Kabinett und dann am Mittwoch und Donnerstag vom Parlament beraten werden.

+++ 10.43 Uhr: Belgien verstärkt Polizei +++

Nach dem Attentat im südfranzösischen Nizza ist in Belgien am Freitag der Nationale Sicherheitsrat zusammengekommen. Für den belgischen Nationalfeiertag am 21. Juli hatte die Polizei in Brüssel schon vor dem Anschlag mit mindestens 84 Toten eine Verstärkung angefordert und erhalten. Das Zentrum für die Beurteilung der Terrorgefahr halte an der zweithöchsten Alarmstufe fest, teilte Innenminister Jan Jambon mit. Die aktuelle Stufe drei bedeutet, dass die Behörden die terroristische Bedrohung in Belgien als „ernst, möglich und wahrscheinlich“ einschätzen.

+++ 10.42 Uhr: Seehofer: "Angriff auf freie Welt" +++

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Terrorattacke von Nizza als Angriff auf die gesamte freiheitliche Welt bezeichnet. „Der Anschlag von Nizza gilt nicht nur Frankreich. Er gilt allen freiheitsliebenden Menschen in Europa und auf der ganzen Welt“, erklärte Seehofer am Freitag in München. „Es ist ein Angriff auf unsere freiheitlichen Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die wir weiter verteidigen und leben werden. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – dieses Fundament Frankreichs hat heute eine besondere Bedeutung.“

+++ 10.35 Uhr: Attentäter identifiziert +++

Der Attentäter von Nizza ist Medienberichten zufolge identifiziert. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise am Freitag berichtete, soll es sich um einen 31 Jahre alten Franzosen tunesischer Herkunft handeln, der in Nizza gewohnt hat. Seine Papiere seien in dem Lastwagen gefunden worden, mit dem er am Donnerstagabend in eine feiernde Menschenmenge in der südfranzösischen Stadt gerast war.

+++ 10.28 Uhr: Spanien sichert Unterstützung zu +++

Spanien hat Frankreich nach dem Anschlag von Nizza seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zugesichert. „Wir sind fest entschlossen, mit unseren Partnern und Verbündeten zusammenzuarbeiten, bis dieser kriminelle Wahnsinn definitiv ausgemerzt ist“, sagte der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy am Freitag in Madrid.

Das spanische Innenministerium berief einen Krisenstab der Sicherheitskräfte, des Militärs und der Geheimdienste ein. Es galt jedoch als sehr unwahrscheinlich, dass das Gremium die derzeit geltende Terroralarmstufe anheben würde.

In Spanien ist seit gut einem Jahr die zweithöchste Alarmstufe (Stufe vier) in Kraft. Die höchste Alarmstufe fünf wird ausgelöst, wenn auf spanischem Staatsgebiet die Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Terroranschlags besteht. Sie bedeutet, dass das Militär zum Schutz strategisch wichtiger Einrichtungen eingesetzt wird.

+++ 10.23 Uhr: Tour-de-France-Etappe findet statt +++

Trotz des Terroranschlags in Nizza findet die 13. Etappe der Tour de France am Freitag wie geplant statt. Alle Festivitäten am Rande der Rundfahrt werden allerdings zurückgefahren. Das teilte Tourchef Christian Prudhomme mit. So wird das Einzelzeitfahren von Bourg-Saint-Andéol nach La Caverne du Pont-d'Arc im Zeichen des Anschlags stehen. Auf dem Podium werde es eine Schweigeminute für die Opfer geben. Die Werbekarawane wird diesmal lautlos die Strecke passieren.

Zudem wurde das Sicherheitsaufkommen weiter erhöht, wie die Präfektur der Region Ardèche mitteilte. Mit Blick auf die Terrorgefahr hatten die französischen Behörden ohnehin schon die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld erhöht. 23 000 Polizisten und Gendarmen sind während der Rundfahrt im Einsatz, darunter auch erstmals Mitglieder der Spezialeinheit GIGN. Hinzu kommen private Sicherheitsleute etwa in den Start- und Zielbereichen.

+++ 10.22 Uhr: Zusammenfassung +++

Bei einem Anschlag in der Hafenstadt Nizza sind am französischen Nationalfeiertag mindestens 84 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve verletzt, als ein Lastwagen am Donnerstagabend auf einer Strecke von zwei Kilometern in eine feiernde Menschenmenge auf der berühmten Uferstraße Promenade des Anglais raste.

Der Fahrer des Lkw wurde erschossen. Cazeneuve sagte, die Polizei habe „einen Terroristen ausschalten können“. Präsident François Hollande sprach von einem terroristischen Charakter der Tat. Der genaue Hintergrund des Angriffs war nicht bekannt. Das Auswärtige Amt schloss am Freitagmorgen nicht aus, dass Deutsche unter den Opfern sein könnten.

Infografik: Chronologie des Terrors in Frankreich | Statista

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+++ 10.10 Uhr: Putin verurteilt Angriff +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Anschlag in Nizza als grausam und zynisch verurteilt. „Wir haben einmal mehr gesehen, dass dem Terrorismus die menschliche Moral absolut fremd ist: seine Opfer sind unschuldige Zivilisten, darunter Frauen und Kinder“, schrieb Putin am Freitag in einem Beileidstelegramm an den französischen Präsidenten François Hollande.

Putin rief zu einem umfassenden Kampf gegen den Terrorismus auf. Kämpfer und ihre Hintermänner müssten in ihren Verstecken gefunden und unschädlich gemacht, ihre Infrastruktur zerstört und ihre Finanzen unterbunden werden, sagte er einer Mitteilung des Kremls zufolge. „Für den Sieg über „dieses schreckliche Übel“ müssen sich alle Kräfte der zivilisierten Menschheit vereinen“, forderte Putin.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry in Moskau, der Anschlag in Nizza bestätige die Aktualität und Dringlichkeit des Kampfes Russlands und der USA gegen den Terrorismus. Kerry äußerte Agenturen zufolge seine Empörung über die Ereignisse in Frankreich.

+++ 10.08 Uhr: Französischer Sicherheitsrat +++

Nach dem Anschlag in Nizza hat Frankreichs Präsident François Hollande am Freitag im Elyséepalast die Mitglieder seines Sicherheitskabinetts empfangen. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Elyséepalast. Nach der Sitzung werde Hollande in die südfranzösische Küstenstadt fliegen.

+++ 10.00 Uhr: Geschehen im Video zusammengefasst +++

+++ 09.46 Uhr: Tour de France geschockt +++

Tour-de-France-Spitzenreiter Chris Froome hat nach dem verheerenden Terroranschlag in Nizza seine Anteilnahme ausgedrückt. „Die Gedanken sind bei denen, die von dem schrecklichen Terroranschlag betroffen sind“, schrieb der Brite beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Der deutsche Teamchef Rolf Aldag vom Radrennstall Dimension-Data hat seinen Fahrern einen Ausstieg bei der Tour de France mit Blick auf den Terroranschlag in Nizza offen gelassen. „Die Ausgangslage ist klar. Wenn jemand sich in seiner Sicherheit bedroht fühlt, kann er natürlich heimfahren“, sagte Aldag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor dem Start der 13. Etappe in Bourg-Saint-Andéol. Man werde niemanden zur Weiterfahrt zwingen. Er habe aber das Gefühl, dass seine Mannschaft im Rennen bleibe.

+++ 09.32 Uhr: Merkels Statement im Video +++

+++ 09.30 Uhr: Deutsche Opfer nicht ausgeschlossen +++

Das Auswärtige Amt schließt nicht aus, dass unter den Opfern des Anschlags von Nizza auch Deutsche sein könnten. „Nach Auswertung aller bisher vorliegenden Informationen können wir nicht ausschließen, dass auch Deutsche betroffen sind“, teilte eine Sprecherin am Freitag in Berlin mit. Ein Konsularteam des Generalkonsulats Marseille sei auf dem Weg in die südfranzösische Küstenstadt, um vor Ort die Lage aufzuklären und gegebenenfalls betroffenen Deutschen Hilfe und Beistand zu leisten. „Das Krisenreaktionszentrum in Berlin, die Botschaft Paris und das Generalkonsulat Marseille stehen in engstem Kontakt mit den zuständigen französischen Stellen und arbeiten mit Hochdruck daran, Gewissheit zu erlangen“, sagte die Sprecherin. Man müsse davon ausgehen, dass dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

+++ 09.27 Uhr: Scholz bestürzt und wütend +++

Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, hat sich bestürzt und wütend über den Anschlag von Nizza gezeigt. „Der furchtbare Anschlag macht uns traurig und wütend auf die Täter“, erklärte der SPD-Politiker am Freitag. Er betonte: „Wir stehen fest an der Seite unserer französischen Freunde. Unser Mitgefühl gehört den Opfern und ihren Angehörigen.“ Am Donnerstagabend war ein Mann mit einem Lastwagen in Nizza in eine feiernde Menschenmenge gerast. Dabei kamen mindestens 84 Menschen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt.

+++ 09.20 Uhr: De Maizière: "Barbarisches Morden" +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Anschlag in Nizza scharf verurteilt. Die Tat sei „unfassbar und einfach schrecklich“, erklärte de Maizière am Freitag in Berlin. „Ich bin tief erschüttert und mit meinen Gedanken bei den Angehörigen und den Verletzten. Dieses barbarische Morden muss endlich ein Ende haben.“ Die Freundschaft zum französischen Volk werde in Trauer, Zorn und Entschlossenheit noch tiefer.

+++ 09.17 Uhr: Kirche spricht Anteilnahme aus +++

Papst Franziskus hat den Opfern des Anschlags von Nizza seine Solidarität ausgesprochen. Der Pontifex verurteile „jeden Ausdruck von Amok, Hass, Terrorismus und jeden Angriff gegen den Frieden“ auf das Schärfste, erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi laut Radio Vatikan am Freitag. „Wir bringen von Seiten von Papst Franziskus unsere Anteilnahme und Solidarität am Leid der Opfer und des gesamtes französischen Volkes zum Ausdruck“, ergänzte er. Der Papst habe mit „großer Sorge“ die „schrecklichen Nachrichten“ aus Nizza verfolgt. Bei dem Anschlag in der französischen Küstenstadt waren am Donnerstagabend mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat mit Erschütterung auf den Anschlag von Nizza reagiert. „Unfassbar und entsetzlich, wenn Menschen unbeschwert den Nationalfeiertag feiern und dann plötzlich der Tod hereinbricht“, schrieb der bayerische Landesbischof am Freitag auf seiner Facebook-Seite. „Ich bete für sie und für ihre Angehörigen, für die sich jetzt Abgründe auftun.“

+++ 09.16 Uhr: Türkei verurteilt "moderne Barbaren" +++

Die Türkei hat den Terrorangriff von Nizza mit mehr als 80 Toten scharf verurteilt und Frankreich Solidarität zugesichert. „Die modernen Barbaren, die diesen Angriff verübt haben, haben nichts mit Religion oder Menschlichkeit zu tun“, teilte der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, am Freitag mit. „Für sie gibt es auf dieser Welt keinen Platz.“ Ein gemeinsames Vorgehen gegen alle Formen des Terrorismus sei eine „globale Verpflichtung und Notwendigkeit“. In der türkischen Metropole Istanbul hatten Ende vergangenen Monats drei Selbstmordattentäter 45 Menschen mit in den Tod gerissen.

+++ 09.04 Uhr: Rihanna sagt Konzert ab +++

Nach dem Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten fällt ein für Freitagabend in der französischen Stadt geplantes Konzert von US-Superstar Rihanna (28) aus. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien“, schrieb die Sängerin auf Instagram.


Auch ein Jazz-Festival in Nizza ist abgesagt, wie der Verwaltungsbezirk Alpes-Maritimes am Freitag mitteilte. Die berühmte Promenade des Anglais, auf der am Vorabend ein Mann mit einem Lastwagen in eine feiernde Menschenmenge gerast war, bleibt zunächst geschlossen, ebenso wie der Strand entlang der Flaniermeile. Die südfranzösische Stadt Marseille sagte ein für Freitagabend geplantes Feuerwerk ab.

+++ 09.02 Uhr: Lastwagen war gemietet +++

Der bei dem Anschlag in Nizza benutzte Lastwagen war Medienberichten zufolge gemietet. Das weiße Fahrzeug sei vor einigen Tagen in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur gemietet worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Fahrer war mit dem Laster am Donnerstagabend in eine feiernde Menschenmenge gerast. Der Lastwagen habe auf seiner zwei Kilometer langen Fahrt durch die Menge mindestens einmal die Richtung geändert. Der Fahrer habe eindeutig versucht, so viele Menschen wie möglich zu erfassen. Nach einem Bericht der Zeitung „Le Figaro“ war der Fahrer allein in dem Fahrzeug.

+++ 08.50 Uhr: Reaktionen der KN-Facebook-Nutzer +++

Viele Leser äußern auch auf dem Facebook-Account der Kieler Nachrichten ihre Anteilnahme.

+++ 08.19 Uhr: Politische Reaktionen +++

Politiker aller Parteien sind entsetzt, auch in Deutschland.

(Frankreichs Regierungschef Manuel Valls auf Twitter)

(Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron auf Twitter)

(Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris auf Twitter)

(Ehemaliger französischer Präsident Nicolas Sarkozy auf Twitter)

(Großbritanniens Außenminister Boris Johnson auf Twitter)

(Kanadas Premierminister Justin Trudeau auf Twitter)

(Belgiens Premierminister Charles Michel auf Twitter)

(EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter)

(Grünen-Parteivorsitzende Simone Peter auf Twitter)

(FDP-Chef Christian Lindner auf Twitter)

+++ 08.14 Uhr: Russland verspricht Zusammenarbeit +++

Nach dem Anschlag in Nizza hat Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew zum gemeinsamen Kampf gegen Terroristen aufgerufen. „Europa und Asien müssen sich gegen den Terrorismus vereinen“, schrieb Medwedew am Freitag bei Facebook.

„Terroristen und ihre Unterstützer verstehen nur die Sprache der Gewalt und die müssen wir nutzen.“ Der Ministerpräsident sprach Frankreich sowie den Angehörigen der mindestens 84 Toten sein Beileid aus. Auch Russen seien unter den Opfern, schrieb Medwedew, der in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator am Asem-Gipfel teilnimmt.

+++ 08.12 Uhr: Reaktionen der SPD-Oberen +++

Nach dem Terroranschlag in Nizza mit mindestens 84 Toten haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Vizekanzler Sigmar Gabriel den Franzosen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Steinmeier erklärte am Freitag: „Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen.‎ Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk.“ Deutschland stehe fest an der Seite seines Nachbarn.

+++ 07.45 Uhr: 84 Tote bestätigt +++

Bei der Attacke mit einem Lastwagen auf Passanten in Nizza sind nach neuen Angaben von Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen seien sehr schwer verletzt worden, sagte Cazeneuve am Freitagmorgen in Nizza. Zuletzt war von 80 Opfern die Rede gewesen.

+++ 07.44 Uhr: Angela Merkel fassungslos +++

Nach dem Terroranschlag von Nizza hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Frankreich die volle Solidarität Deutschlands zugesichert. „Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs“, sagte sie am Freitag am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator. „Und ich bin sehr überzeugt, dass trotz aller Schwierigkeiten wir diesen Kampf gewinnen werden.“

Alle Teilnehmer des Gipfels seien „vereint in der Fassungslosigkeit über den massenmörderischen Anschlag in Nizza“. Sie habe dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault auf dem Gipfel ihr Mitleid ausgedrückt, sagte Merkel. Frankreich sei am Nationalfeiertag vom Terror getroffen worden, einem Tag, „der ein Tag des Stolzes ist und nun ein Tag der großen Trauer geworden ist“.

+++ 07.31 Uhr: Erste Netzreaktionen +++

+++ 07.20 Uhr: Täter nicht radikalisiert? +++

Der Fahrer des Lastwagens, der in Nizza in eine feiernde Menschenmenge gerast ist, soll nach ersten Erkenntnissen der französischen Polizei nicht politisch radikalisiert gewesen sein. Das berichtete der Nachrichtensender "BFMTV" am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

In dem Lastwagen wurden Papiere eines franko-tunesischen Mannes gefunden. Die Behörden versuchen, die Identität des Fahrers festzustellen. Bei dem Anschlag in der französischen Küstenstadt sind am späten Donnerstagabend auf der Promenade des Anglais mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 07.08 Uhr: Waffenattrappen gefunden +++

In dem Lastwagen, der in eine Menschenmenge in Nizza gerast ist, wurden eine funktionsunfähige Granate und Feuerwaffen-Attrappen gefunden. Die französischen Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Ermittler, der Fahrer habe mehrmals mit einer Pistole geschossen, bevor er von der Polizei getötet wurde. Bei dem Anschlag am späten Abend des französischen Nationalfeiertags waren in der Küstenstadt mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen.

+++ 07.07 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Tat +++

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Lastwagen-Anschlag in Nizza mit mindestens 80 Toten als „barbarischen und feigen terroristischen Anschlag“ scharf verurteilt. In einer Erklärung in der Nacht zum Freitag teilte der Sicherheitsrat sein tiefes Mitgefühl für die Familien der Opfer mit. Ebenso kondolierte er der französischen Regierung. Man hoffe, dass die Täter der terroristischen Tat zur Rechenschaft gezogen würden, hieß es darin.

+++ 07.06 Uhr: Keine Hinweise auf deutsche Opfer +++

Nach dem Anschlag im südfranzösischen Nizza hat das Auswärtige Amt bislang keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen sein könnten. „Das Auswärtige Amt, die deutsche Botschaft in Paris und das Generalkonsulat in Marseille stehen in engem und ständigen Kontakt mit den französischen Behörden und bemühen sich um Aufklärung, ob auch Deutsche betroffen sind“, sagte eine Sprecherin am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. „Dies können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder ausschließen, noch bestätigen.“

+++ 07.00 Uhr: "Terroristischer Charakter" +++

Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in der Hafenstadt Nizza mindestens 80 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve verletzt, als ein Lastwagen am Donnerstagabend auf einer Strecke von zwei Kilometern durch eine feiernde Menschenmenge auf der berühmten Uferstraße Promenade des Anglais raste. Medienberichten zufolge brach Panik aus. Polizisten erschossen den Fahrer. Cazeneuve sprach von einem Terroristen, Präsident François Hollande von einem terroristischen Charakter der Tat

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Nizza
Foto: Trauer am Freitag auf den Straßen in Nizza: Noch ist nicht klar, wie viele Menschen bei dem Lkw-Anschlag ums Leben gekommen sind.

Frankreich trauert, schon wieder: Ein Lastwagen rast am Nationalfeiertag an der Côte d'Azur in eine Menschenmenge. Präsident Hollande spricht von einem „terroristischen Charakter“ der Tat. Eine Berliner Schule bangt um zwei Schülerinnen und eine Lehrerin.

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