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Deutsche Staatsbürgerin in der Türkei festgenommen

Nach Militärputsch Deutsche Staatsbürgerin in der Türkei festgenommen

Justiz, Armee, Hochschulen, Medien - seit gut drei Wochen rollt in der Türkei eine Verhaftungswelle, um Putschisten und Unterstützer aufzuspüren. Auch eine Deutsche sitzt hinter Gittern. Kann die Bundesregierung helfen?

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In der Türkei soll eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen worden sein. Sie soll der Gülen-Bewegung zugehörig sein.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Berlin/Ankara. Türkische Sicherheitsbehörden haben bei der Fahndung nach mutmaßlichen Putschisten und Verschwörern erstmals auch eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen. Der Fall sei dem Auswärtigen Amt bekannt, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage in Berlin. Er bestätigte damit Informationen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ aus Regierungskreisen. Grund für die Festnahme sei der Verdacht auf Zugehörigkeit zur Bewegung des Predigers Fetullah Gülen, den die türkische Regierung hinter dem Mitte Juli gescheiterten Umsturzversuch vermutet.

Die deutsche Botschaft in Ankara bemüht sich dem Bericht zufolge seit Tagen vergeblich um Kontakt zu der Frau. Bei ihr sollen Bücher gefunden worden seien, die auf Kontakte zur Gülen-Bewegung oder eine Mitgliedschaft hinwiesen. Weiter hieß es demnach aus dem Ministerium, dass man darauf dränge, die Deutsche schnell konsularisch betreuen zu können.

Laut NDR, WDR und „SZ“ war zunächst unklar, warum sich die Frau in der Türkei aufhielt und ob sie dort lebt. Ebenso wenig sei bekannt, ob sie neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt. Die Frau ist dem Bericht zufolge die erste deutsche Staatsbürgerin, die von der Verhaftungswelle betroffen ist.

Von den Verhaftungen waren bislang vor allem Staatsbedienstete betroffen. Nach Regierungsangaben wurden seit dem Putschversuch zudem fast 59 000 von ihnen suspendiert.

Insgesamt wurden etwa 26 000 Menschen festgenommen, gegen 13 000 Verdächtige erging Haftbefehl. Die Reisepässe von fast 75 000 Personen wurden für ungültig erklärt, um die Flucht ins Ausland zu verhindern.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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