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Die letzten Raketen kehren zurück

Operation Active Fence Die letzten Raketen kehren zurück

Die Operation Active Fence der Bundeswehr endet kurz nach dem Jahreswechsel mit der Rückkehr der Flugabwehrsysteme Patriot der Bundeswehr in Emden und Travemünde. Das letzte Einsatzkontingent wurde am 22. Dezember im türkischen Hafen Iskenderun auf den dänischen Frachter „Britannia Seaways“ verladen.

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Die "Britannia Seaways" mit den Aurüstungsfahrzeugen und -geräten des Einsatzes soll am Mittwoch in Travemünde eintreffen.

Quelle: Frank Behling

Emden/Travemünde. 213 Fahrzeuge und rund 200 Container der Luftwaffe wurden von den letzten Soldaten des 9. Einsatzkontingents im Dezember in mehreren Konvois vom Stationierungsort Kahramanmaras zum 200 Kilometer entfernten Mittelmeerhafen Iskenderun überführt. Seit Januar 2013 waren durchgängig Soldaten der Flugabwehrraketengeschwader 1 aus den Standorten Husum, Sanitz und Bad Sülze im türkisch-syrischen Grenzgebiet stationiert. Sie hatten dort mit den Patriot-Flugkörpern den türkischen Luftraum gegen mögliche Flugzeuge aus Syrien geschützt. Zusammen mit den Soldaten aus Norddeutschland waren zeitweise auch Patriot-Systeme aus den USA und Niederlanden dort stationiert. Diese Einheiten wurden aber bereits vor Monaten abgezogen und in ihre Heimatstandorte zurückverlegt.   

Frachter soll am Montag in Emden eintreffen

Die „Britannia Seaways“ befindet sich gerade in der Biskaya zwischen der Nordwestküste Spaniens und dem Englischen Kanal auf dem Weg nach Emden. Dort soll der Frachter am Montag eintreffen und einen Teil des Geräts sowie die Munition entladen. Anschließend soll das Schiff direkt nach Travemünde weiterfahren, wo die Fahrzeuge und Container für die Standorte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am Skandinavienkai entladen werden.  Am Skandinavienkai hatte das Schwesterschiff der „Britannia Seaways“, die „Suecia Seaways“, am 8. Januar 2013 auch die ersten Fahrzeuge für die Mission geladen. Die Entladung fällt damit fast auf den Jahrestag des Starts der Operation „Active Fence“.

Zeitgleich beginnen die Tornados ihren Einsatz

Die 197 Meter lange Frachtfähre ist Teil des deutsch-dänischen Militärtransportabkommens ARK. Es regelt die Bereitstellung von Schiffen für den strategischen Seetransport der Bundeswehr und der dänischen Armee. Betrieben werden die Frachtfähren von der privaten dänischen Reederei DFDS Seaways. Wenn in Travemünde am Mittwoch die letzten Fahrzeuge von Bord rollen, werden fast zeitgleich die ersten beiden Tornado-Kampfjets der Luftwaffe in der Türkei ihren Einsatz gegen die Terrororganisation IS beginnen. Die Maschinen sollen am Dienstag den Luftwaffenstützpunkt Jagel bei Schleswig verlassen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Konflikte
Einsatz beendet: Soldaten des 9. Deutschen Einsatzkontingents AF TUR (Active Fence Turkey) verladen Kraftfahrzeuge aus dem Einsatzraum am Mittelmeerhafen Iskenderun, Türkei.

Nach fast drei Jahren hat die Bundeswehr ihren Einsatz mit "Patriot"-Raketenabwehrsystemen in der Türkei weitgehend abgeschlossen. Ein Schiff mit dem kompletten Material an Bord lief aus dem Hafen von Iskenderun in Richtung Deutschland aus.

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