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Russische Jets fliegen in der Ostsee US-Zerstörer an

Mit Video Russische Jets fliegen in der Ostsee US-Zerstörer an

Auf der Ostsee ist es in dieser Woche zu einer Reihe von militärischen Zwischenfällen gekommen. Der US-Zerstörer „Donald Cook“ wurde in internationalen Gewässern vor Polens Küste gleich mehrfach von russischen Kampfjets und Hubschraubern angeflogen.

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Russische Kampfjets vom Typ SU-24 näherten sich dem US-Zerstörer "Donald Cook".

Quelle: US-Marine

Gdingen. Die US Marine veröffentlichte Fotos vom Anflug russischer Kampfjets vom Typ SU-24 auf den Zerstörer „Donald Cook“. Das US-Hauptkommando Eucom sprach in einer Mitteilung von riskanten Flugmanövern und einem aggressiven Vorgehen der russischen Piloten. Die Zwischenfälle ereigneten sich nach dem Auslaufen des Schiffes aus dem polnischen Hafen Gdingen.

Während der Anflüge durch die russischen Jets wurde der Flugbetrieb auf den Landedecks des amerikanischen Schiffes aus Sicherheitsgründen gestoppt. Dort befand sich ein polnischer Hubschrauber zum Auftanken. Die beiden russischen Jets hätten laut der Mitteilung des US Militärs in 40 Minuten mehrere Anflüge auf den Zerstörer unternommen, seien aber unbewaffnet gewesen. Außerdem habe sich ein russischer Hubschrauber des Typs Ka24 dem Zerstörer mehrfach genähert.

Erstmals in der Ostsee

Die „Donald Cook“ ist einer von vier US-Zerstörern, die seit 2014 in Europa stationiert sind. Diese Schiffe sind Teil des Raketenabwehrprogramms Ballistic Missile Defence (BMD), das wie eine Art Schutzschild gegen Lang- und Mittelstreckenraketen eingesetzt wird. Aus diesem Grund verfügt der Zerstörer auch über die modernsten Flugkörper des Typs SM3. Seit dem 4. April ist mit der „Donald Cook“ erstmals einer dieser US-Zerstörer auf einer Routinepatrouille in der Ostsee. Die Fahrt ist Teil der Operation Atlantic Resolve, teilte das Hauptquartier der 6. US-Flotte mit.

Atlantic Resolve ist eine Aktion der Nato zur Unterstützung der baltischen Staaten. An ihr sind auch deutsche Bundeswehreinheiten beteiligt. Die „Donald Cook“ soll noch bis Ende des Monats in der Ostsee bleiben. Der Vorfall mit den russischen Kampfjets erinnert an die erste Patrouille der „Donald Cook“ 2014 im Schwarzen Meer. Damals war das Schiff ebenfalls von russischen Kampfjets angeflogen worden. 

Auf der Ostsee starten in den kommenden Wochen weitere umfangreiche Seemanöver der Nato und der USA. Es werden große Einheiten erwartet, wie aus Militärkreisen zu erfahren ist. Am 4. Juni beginnen die USA außerdem ihr jährliches Seemanöver „US Baltic Operations“ in der Ostsee, das mit dem Einlaufen zur Kieler Woche endet.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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