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SPD-Fraktionschef Oppermann geht mit Wehmut

Bundestag SPD-Fraktionschef Oppermann geht mit Wehmut

Thomas Oppermann fällt der Abschied aus dem Amt des SPD-Fraktionschefs nicht leicht. Seine beruflich Zukunft will er sich fürs Erste offenhalten. Für künftige Bundestagsdebatten hat er jedoch klare Vorstellung davon, wie man mit der AfD umgehen sollte.

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Thomas Oppermann.

Quelle: dpa

Berlin. Dem RND sagte Oppermann: „Natürlich erfüllt es mich mit Wehmut, wenn ich das Amt jetzt aufgebe. Aber nach insgesamt zehn Jahren in Spitzenfunktionen der Fraktion wäre es auch unabhängig von der schweren Wahlniederlage Zeit gewesen, über eine berufliche Veränderung nachzudenken.“

Auf die Frage, ob sich der 63-Jährige eine Karriere als Minister vorstellen kann, sagte Oppermann: „Wer weiß, was das Leben noch so bringt.“ In der SPD-Fraktion gilt Oppermann als Kandidat für das Amt eines der Vizepräsidenten im neuen Bundestag.

Für künftige Bundestagsdebatten favorisiert Oppermann den Vorschlag, dass die anderen Parteien abgestimmt gegen die AfD argumentieren. Dem RND sagte Oppermann: „Ich halte viel von der Idee, Provokationen der AfD nicht dadurch aufzuwerten, dass alle demokratischen Parteien darauf reagieren, sondern nach Absprache nur eine.“

Keinesfalls dürften die anderen Parteien der AfD den Gefallen tun, dass sie durch Provokationen ständig den Takt der Diskussion bestimmen könne. „Rassistische und menschenverachtende Bemerkungen können aber auch nicht unwidersprochen bleiben – schon gar nicht im Deutschen Bundestag. Wir müssen uns den richtigen Umgang mit dieser Partei gut überlegen“, sagte Oppermann.

Von RND

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