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Flüchtlinge fahren mit Gummiboot nach Schweden

Skillinge Flüchtlinge fahren mit Gummiboot nach Schweden

Die Aktionen der Flüchtlinge, die Schweden nach der Einführung der Grenzkontrollen erreichen wollen, werden immer verzweifelter. So bestätigte die schwedische Polizei heute Medienberichte, nach denen erstmals Flüchtlinge das Land in einem Gummiboot erreicht haben.

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Polizei überall: Die schwedischen Grenzkontrollen haben im südschwedischen Skillinge zu drastischen Folgen geführt.

Quelle: Bernd Wüsteneck/dpa

Skillinge. Während in Schleswig-Holstein die Zahl der Transitflüchtlinge nach Einführung der schwedischen Grenzkontrollen sinkt, kommen in Schweden immer spektakulärere Fluchtgeschichten ans Licht. Die Menschen versuchen verzweifelt mit unterschiedlichen Methoden die Polizeikontrollen zu umgehen.

Am Mittwochmorgen verwies die schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" auf ein geheimes Polizeiprotokoll, nach dem im südostschwedischen Skillinge ein Verdacht von Schleuserei vorliege: "In einem Fall ist es in der Polizeiregion Süd vorgekommen, dass fünf Personen mit einem Gummiboot in den Hafen von Skillinge gekommen sind." Es sei allerdings noch zu früh zu beurteilen, ob es sich dabei um Menschenschmuggel oder eine neue Variante der Flüchtlinge handele, um Schweden zu erreichen. Von wo die Flüchtlinge ihre Reise über die Ostsee angreten haben, geht aus dem Papier nicht hervor.

Grenzpolizei und Küstenwache unterschiedlicher Meinung

Der Polizeireport vermutet weiter, dass es dem Markt für Schleusungskriminalität zuträglich sei, wenn nur gewisse Nationalitäten vom Balkan aus Richtung Mittel- und Nordeuropa weiterreisen dürften. Zunächst bestritt die schwedische Polizei die Echtheit dieses Papiers, räumte aber im Laufe des Tages doch ein, von dem Vorfall Kenntnis zu haben. "Sveriges Radio" zitiert Patrik Engström, Chef der schwedischen Grenzpolizei: "Das ist gewisserweise eine logische Entwicklung. Wenn man die Grenzkontrollen stärkt, schafft man eine Nachfrage nach Schleuseraktivität. Das haben wir im Mittelmeer und an anderen Stellen in der Welt gesehen." Die schwedische Küstenwache geht dagegen von einem einmaligen Vorfall aus.

Gegenüber dem schwedischen Fernsehsender "SVT" äußerte sich der Fischer Tommy Persson, das Boot in Skillinge bei der Ankunft gesehen zu haben: "Sie können unmöglich mit diesem Boot über die Ostsee gekommen sein. Sie müssen von einem größeren Fahrzeug abgesetzt worden sein", vermutet Persson.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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