18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Bereitet Bundeswehr Türkei-Abzug vor?

"Spiegel"-Informationen Bereitet Bundeswehr Türkei-Abzug vor?

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" bereitet sich die Bundeswehr bereits für einen möglichen Abzug aus dem türkischen Incirlik vor, von wo Einsätze gegen den IS geflogen werden. Derzeit werde geprüft, ob „Tornados“ und Tankflugzeuge nach Jordanien oder nach Zypern verlegt werden können.

Voriger Artikel
Streit um Burkini-Verbote in Frankreich verschärft sich
Nächster Artikel
Türkische Offensive vertreibt IS aus syrischer Grenzstadt

Abflug? Laut "Spiegel"-Informationen könnte der Luftwaffen-Stützpunkt im türkischen Incirlik von der Bundeswehr bald geräumt werden.

Quelle: Frank Bärwald/dpa

Berlin. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, fordert wegen des Besuchsverbots für deutsche Abgeordnete den Abzug der deutschen „Tornado“-Jets von der Luftwaffen-Basis im türkischen Incirlik. „Die Bundesregierung muss jetzt umgehend andere Standorte für die deutschen Soldaten abklären“, sagte Arnold dem „Spiegel“ laut einem Vorab-Bericht des Magazins.

Eine Verlängerung des Bundestagsmandats für den Einsatz der Bundeswehr in der Türkei im Rahmen der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz IS hält Arnold wegen des Besuchsverbots für „ausgeschlossen“. Das Mandat für die Mission der deutschen Aufklärungs-Jets, die unter anderem von der schleswig-holsteinischen Basis in Jagel kommen, und der Tankflugzeuge läuft dem Bericht zufolge im Dezember aus. Die Türkei lehnt Besuche deutscher Abgeordneter seit der vom Bundestag im Juni beschlossenen Armenier-Resolution ab.

Aufklärungsmission würde für zwei Monate unterbrochen

Dazu aber müssten die Aufklärungsmissionen wegen des Umzugs für mindestens zwei Monate unterbrochen werden, hießt es dem Magazin zufolge in Bundeswehr-Kreisen. Das Verteidigungsministerium wollte zu den internen Planungen keine Details nennen. „Wir würden den Einsatz für die Koalition gern von der Türkei aus fortsetzen, der Standort Incirlik ist für unsere Mission aber nicht alternativlos“, sagte der Sprecher von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem „Spiegel“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Politik aus der Welt 2/3