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Kreuzfahrtpassagiere bleiben an Bord

Terror in Frankreich Kreuzfahrtpassagiere bleiben an Bord

Tausende Kreuzfahrt- und Fährpassagiere sind von den Auswirkungen der Anschläge in Paris betroffen. Die französischen Behörden hatten in der Nacht zum Sonntag die Kontrollen auch in allen Seehäfen des Landes verschärft.

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Nach den Terroranschlägen in Paris: Die Passagiere der "Costa Favolosa" (hier eine Archivaufnahme) müssen an Bord bleiben.

Quelle: Frank Behling

Marseille. Für Behinderungen sorgte in der Nacht nur der Sturm, der das Einlaufen der Fähren in Calais teilweise verzögerte. In den Terminals der Reedereien erfolgen die Kontrollen schnell und zügig, wie Reisende in Sozialen Medien berichten.  

Betroffen sind mehr als 6000 Passagiere der beiden Kreuzfahrtschiffe „Costa Favolosa“ und „MSC Fantasia“ im Hafen von Marseille. Die Schiffe haben am Morgen planmäßig im Hafen an der Mittelmeerküste festgemacht. Wie die Reederei Costa mitteilt, wurden sämtliche Ausflugsprogramme und Landgangstouren angesichts der unklaren Lage vorsorglich abgesagt. Die Passagiere, darunter auch viele Deutsche, werden den Tag an Bord verbringen. An Bord gab es eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Anschläge. Außerdem wurden die Flaggen an Bord auf Halbmast gesetzt. Die „Costa Favolosa“ war im Sommer auch in Warnemünde und Kiel.  

Da die Polizei in Marseille die Kontrollen im Hafen verschärft hat, werden nur französische Passagiere die Schiffe verlassen, die dort ihre Reise beenden wollten. Die Passagiere aus anderen Herkunftsländern bleiben an Bord und werden am Abend die Fahrt mit den Schiffen fortsetzen. Das Auslaufen der „Costa Favolosa“ könnte sich am Abend verzögern, da die Sicherheitskrontrollen im Hafen für neu anreisende Passagiere strenger als sonst üblich sind.   

Im französischen Mittelmeerhafen Toulon lief die Abfertigung der Fährschiffe am Morgen auch normal. In der dortigen Marinebasis wird der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ auf seinen Einsatz gegen Terrorgruppen im Nahen Osten vorbereitet. Das atomar angetriebene Schiff soll am Mittwoch den Hafen von Toulon verlassen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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