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Weitere Festnahmen bei Aachen

Nach den Terroranschlägen Weitere Festnahmen bei Aachen

Bei einem Großeinsatz in Alsdorf bei Aachen hat die Polizei im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris sieben Menschen vorläufig festgenommen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen, wie ein Polizeisprecher am Dienstagabend mitteilte.

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Polizisten diskutieren in Alsdorf bei Aachen: Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris hat die Polizei hier drei Verdächtige festgenommen.

Quelle: Ralf Roeger/dpa

Alsdorf. Ob die Festgenommenen tatsächlich in Verbindung mit den Anschlägen in Paris stehen, war zunächst unklar. Der Polizeieinsatz dauerte am Dienstagabend an.

Den Ermittlern zufolge wurden nach einem „Hinweis auf verdächtige Personen“ am Dienstagvormittag zunächst zwei Frauen und ein Mann sowie bei darauffolgenden Einsätzen insgesamt vier weitere Männer vorläufig festgenommen. Dabei kamen auch Spezialkräfte der Polizei zum Einsatz. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei unter anderem die Wohnungen von Betroffenen.

Die drei zuerst festgenommenen beiden Frauen und der Mann wurden laut Polizei an einem Jobcenter gefasst. Sie wurden am Dienstagnachmittag weiter vernommen. Der ersten Festnahme schlossen sich weitere Einsätze in Alsdorf an. Nähere Angaben zu dem Einsatz in der Kleinstadt nahe den Grenzen zu den Niederlanden und Belgien wollte die Aachener Polizei „aus taktischen Gründen“ zunächst nicht machen.

Nach Informationen von „Spiegel Online“ und „Spiegel TV“ soll der Hinweis auf die drei zuerst Festgenommenen von einer Verkäuferin eines Discounters gekommen sein. Die Frau habe geglaubt, den im Zusammenhang mit Anschlägen von Paris gesuchten Salah Abdeslam in der Gruppe erkannt zu haben. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Mann befand sich aber dem Bericht zufolge nicht unter den drei Festgenommenen.

Der 26-jährige Abdeslam soll sich im September zeitweise auch in Deutschland und Österreich aufgehalten haben. Es gilt unterdessen als so gut wie sicher, dass der Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris sich zum Zeitpunkt der Anschläge am Freitag ebenfalls in der französischen Hauptstadt aufhielt.

Bei der Anschlagsserie in Paris waren am Freitagabend mindestens 129 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden. Unter den Toten befinden sich auch zwei Deutsche. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe leitete am Samstag ein Ermittlungsverfahren zu den Anschlägen ein.

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