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NSA belauschte Merkel und Ban Ki Moon

WikiLeaks NSA belauschte Merkel und Ban Ki Moon

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte in der Nacht mehrere Dokumente, die belegen sollen, dass die NSA ein Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mitgehört hat.

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Die NSA soll ein Merkel-Gespräch mit Ban Ki Moon belauscht haben

Quelle: Peter Kneffel/dpa (Archiv)

Berlin. Der mutmaßliche Lauschangriff von US-Spionen auf Bundeskanzlerin Angela Merkel hat neuen Informationen zufolge noch größere Ausmaße als bislang bekannt. Die Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichte in der Nacht zum Dienstag mehrere als geheim eingestufte Dokumente,  denen zufolge der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) unter anderem ein Gespräch Merkels mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Dezember 2008 abgehört haben soll.

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Demnach lobte Ban in dem Gespräch Merkels Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel und ihre Überzeugungsarbeit bei den EU-Kollegen: Die Welt erwarte, dass die Europäische Union ihre Führungsrolle beibehalte — denn ohne diese Impulse werde es sehr schwierig, bei folgenden Klimakonferenzen Fortschritte zu erzielen. In dem Gespräch habe Ban zudem von einer günstigen Gelegenheit gesprochen, um die Regierung des neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama in den Kampf gegen den Klimawandel einzubinden. Merkel wiederum habe sich optimistisch geäußert, trotz Schwierigkeiten beim Thema Emissionshandel auf einem kommenden EU-Gipfel Fortschritte erzielen zu können.

Vergangenes Jahr hatten die „Süddeutsche Zeitung“ sowie die Sender NDR und WDR unter Berufung auf WikiLeaks-Unterlagen berichtet, dass die NSA über Jahrzehnte hinweg das Kanzleramt ausspioniert habe. Betroffen waren demnach auch die Vorgängerregierungen von Merkel. Auch über die neuen WikiLeaks-Dokumente und das Gespräch der CDU-Politikerin mit Ban berichteten die drei Medien zuerst.

„Wir haben heute gezeigt, dass die privaten Treffen von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Schutz des Planeten vor dem Klimawandel von einem Land ausgespäht wurden, das seine größten Ölfirmen schützen will“, erklärte WikiLeaks-Gründer Julian Assange. „Die Reaktion der Vereinten Nationen wird interessant sein, denn wenn der Generalsekretär folgenlos ins Visier genommen werden kann, dann ist jeder in Gefahr — vom Staatenlenker bis zum Straßenkehrer.“

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