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81,4 Prozent für Habecks Bundeskandidatur

Grünen-Landesparteitag 81,4 Prozent für Habecks Bundeskandidatur

Ovationen für Robert Habeck: Der Grünen-Landesparteitag gibt dem Umweltminister das von ihm erbetene klare Votum für seine angestrebte Grünen-Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2017. Jetzt muss Habeck bei der Urwahl Özdemir und Hofreiter schlagen.

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Die Grünen sprachen sich für die Spitzenkandidatur Robert Habecks bei der Bundestagswahl 2017 aus.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Neumünster. Schleswig Holsteins Umweltminister Robert Habeck geht mit großer Unterstützung der Nord-Grünen ins Rennen um die Bundestags-Spitzenkandidatur. Auf dem Landesparteitag am Sonntag in Neumünster erhielt Habeck 105 von 129 abgegebenen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 81,4 Prozent. Es gab 18 Nein-Stimmen, 5 Enthaltungen und 1 ungültige Stimmabgabe.

Neben Habeck bemühen sich auch der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir und der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, um die männliche Spitzenkandidatur. Für die weibliche Spitzenkandidatur hat bisher nur die Bundestagsfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt Interesse angemeldet. Entscheiden werden die bundesweit rund 60 000 Parteimitglieder bei einer Urwahl um die Jahreswende.

In seiner kämpferischen Rede entwarf Habeck die Vision der Grünen als zentrale gestaltende Kraft der Gesellschaft. „Wir sind nicht mehr die Umwelt-App, die sich CDU und SPD herunterladen können“, sagte Habeck. „Jetzt beginnt das dritte Zeitalter Grünen.“ Nach den Protestjahren und den rot-grünen Projektjahren komme nun eine neue Phase. Es wäre zu kurz gesprungen, wenn die Grünen nach dem rot-grünen Projekt jetzt ein schwarz-grünes Projekt entwickeln wollten. „Wir dürfen uns der CDU nicht anbiedern. Wir müssen sie herausfordern.“

Sollte Habeck sich bei der Urwahl für den Spitzenkandidaten nicht durchsetzen, ist seine politische Zukunft offen. Er hat bereits ausgeschlossen, für die Landtags- oder die Bundestagswahl 2017 einen sichern Listenplatz zu beanspruchen.

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