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U-Boot-Exporte für Israels Sicherheit notwendig

Torsten Albig: U-Boot-Exporte für Israels Sicherheit notwendig

Bekenntnis zu U-Boot-Lieferungen für Israel: Vor seiner Reise nach Jerusalem betont Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig (SPD) die Notwendigkeit deutscher U-Boote für Israels Sicherheit. In Jerusalem wird Albig von Staatspräsident Rivlin empfangen.

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Quelle: Christian Charisius/ dpa (Archiv)

Kiel. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat den Export deutscher U-Boote nach Israel verteidigt. Israel sei „permanenten Bedrängungen, Angriffen, Aggressionen ausgesetzt“, sagte Albig im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor seinem Israelbesuch vom 6. bis 8. April, bei dem ihn auch Staatspräsident Reuven Rivlin empfangen wird. Das Land müsse seine Sicherheit gewährleisten. „Israel ist ein uns nahestehender demokratischer Staat.“ Es könne nicht sein, „dass alle um Israel herum sich bis an die Zähne bewaffnen und wir dann in falsch verstandener pazifistischer Ausrichtung sagen „Wir billigen Israel seine Selbstverteidigung nicht zu““, sagte Albig.

Auf die Frage, ob er stolz sei, dass in Kiel gebaute U-Boote maßgeblich zur Sicherheit Israels beitragen, antwortete Albig: „Das ist keine Frage des Stolzes, aber es ist eine Notwendigkeit und wir helfen dem Staat Israel, damit er nicht wehrlos in der Region steht.“ Die historische Bedeutung der Freundschaft zwischen Israel und Deutschland sei ihm persönlich sehr wichtig.

Albig hatte Rivlin im Mai 2015 in Kiel empfangen. Dabei besuchte der israelische Staatspräsident auch die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems, die für Israel U-Boote und Korvetten baut. Die Bundesregierung hat die Rüstungsaufträge genehmigt und unterstützt sie finanziell.

Albig reist nach Israel in einer doppelten Rolle, als Ministerpräsident und Stellvertretender Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland, die Versöhnungsprojekte in der Stadt unterstützt. Albig wird in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem einen Kranz niederlegen und eine Übereinkunft zur Bildungsarbeit unterschreiben. Weitere Stationen sind Schulen und ein Kindergarten — Einrichtungen, die sich für Toleranz und Versöhnung zwischen Juden, Muslimen und Christen einsetzen. „Ich bin sicher, für viele der Integrationsthemen, vor denen wir hier in Europa stehen, werden wir eine Menge mitnehmen können“, sagte Albig.

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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