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Albig beharrt beim Bund auf kürzeren Asylverfahren

Migration Albig beharrt beim Bund auf kürzeren Asylverfahren

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat den Bund aufgefordert, seine Zusagen an die Länder zur Bewältigung der hohen Flüchtlingszahlen zügig umzusetzen.

Kiel. Vor allem müsse die Logistik für die neu ankommenden Asylbewerber verbessert werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor dem Flüchtlingsgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag. Dazu gehöre die Erfassung und Verteilung der Asylbewerber.

"Und der Bund muss endlich die beim Flüchtlingsgipfel am 24. September zugesagte Verkürzung der Asylverfahren auf durchschnittlich drei Monate umsetzen", forderte Albig. Derzeit dauern sie mehr als doppelt so lang. Die Bearbeitungszeit habe sich zuletzt eher verlängert, sagte Albig. "Dies hat zu einer Verschärfung der Situation beigetragen."

Würden Anträge von Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive bevorzugt bearbeitet, könne dies eine gewisse Entlastung bringen. Dies betreffe aber nur einen kleinen Teil der neuen Flüchtlinge. "Deshalb gehen Diskussionen, die sich nur noch auf neue Großstrukturen für ankommende Flüchtlinge fokussieren, auch am Kern vorbei", sagte Albig angesichts der Debatte um Transitzonen und Einreisezentren. Die Länder müssten die Hauptlast tragen, wenn Flüchtlinge jetzt zunehmend aus der Erstaufnahme in die Kommunen verteilt werden.

dpa

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