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Albig bittet um weitere Unterstützung

Flüchtlinge Albig bittet um weitere Unterstützung

Ministerpräsident Torsten Albig hat die Schleswig-Holsteiner aufgerufen, auch im nächsten Jahr den neu ins Land kommenden Flüchtlingen zu helfen. Es werde vor allem auch darum gehen, diese Menschen in der Mitte der Gesellschaft aufzunehmen, erklärte der SPD-Politiker am Montag zum Jahreswechsel.

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Ministerpräsident Torsten Albig hat die Schleswig-Holsteiner aufgerufen, auch im nächsten Jahr den neu ins Land kommenden Flüchtlingen zu helfen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diese Menschen sich bei uns einleben können.“ Sie müssten die Chance bekommen, die deutsche Sprache zu lernen, sich im Land zurechtzufinden und mit Arbeit einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Im zu Ende gehenden Jahr kamen etwa 50 000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein.

Albig appellierte an die Bürger, fremdenfeindliche Bemerkungen im Alltag nicht unwidersprochen zu lassen. „Diejenigen, die jetzt zu uns kommen, suchen ein Leben in Frieden und Freiheit.“ Sie wollten nicht Streit oder Kampf. „Ich habe den Eindruck, diese Menschen sind des Kämpfens müde.“

Lob gilt vor allem den Ehrenamtlern

Albig dankte den Schleswig-Holsteinern, die den Flüchtlingen mit ehrenamtlicher Arbeit oder Spenden helfen. „Der Einsatz für Menschen in Not ist von unschätzbarem Wert.“ Den Flüchtlingen werde geholfen, ohne dafür anderen Menschen etwas zu nehmen. „Darum muss sich niemand sorgen, und deshalb muss sich gewiss niemand von den Flüchtlingen abwenden“, äußerte Albig.

Liebing dankt ebenfalls, kritisiert aber auch

Auch der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing würdigte den Einsatz vieler Schleswig-Holsteiner für Flüchtlinge. „Aber wir wissen auch, dass dies kein Dauerzustand sein kann, zumal die große Aufgabe der Integration von Flüchtlingen, die längerfristig bei uns bleiben werden, erst noch vor uns liegt“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Liebing forderte die Landesregierung auf, die im Bund beschlossenen Änderungen im Asylrecht konsequenter umzusetzen. Als Beispiele nannte er Vorrang von Sachleistungen vor Bargeld in den Erstaufnahmeeinrichtungen, konsequentere Rückführungen abgelehnter Asylbewerber und eine bessere Unterstützung der Kommunen.

Für Schleswig-Holstein sei 2015 ein Jahr verpasster Chancen gewesen, kritisierte Liebing. Trotz höchster Steuereinnahmen werde so wenig Geld wie nie zuvor investiert, die Infrastruktur verkomme und nicht eines der großen Straßenbauprojekte sei vorangekommen. CDU-Landtagsfraktionschef Daniel Günther bescheinigte der Koalition aus SPD, Grünen und SSW, sie habe in der Flüchtlingspolitik und mit dem Verzicht auf Stellenabbau bei der Polizei CDU-Positionen übernommen.

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