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Albig hält Debatte über sichere Herkunftsstaaten für verfehlt

Flüchtlinge Albig hält Debatte über sichere Herkunftsstaaten für verfehlt

Die Diskussion über eine Einstufung weiterer Länder als sichere Herkunftsstaaten für Flüchtlinge geht aus Sicht des Kieler Ministerpräsidenten Torsten Albig am Kern des Problems vorbei.

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Ministerpräsident Torsten Albig.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Kiel. Entscheidend sei die Fähigkeit des Bundesamtes für Migration, schnell darüber zu entscheiden, dass Menschen ohne Asylanspruch rechtssicher in ihre Heimat zurückgeführt werden können, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt bei steigender Tendenz 240 000 unbearbeitete Fälle - das ist unser Problem und der limitierende Faktor", sagte Albig.

"Wer keinen Anspruch auf Asyl hat, muss so schnell wie möglich wieder in seine Heimat - da gibt es gar keinen Dissens." Wenn das erst nach drei oder vier Jahren passiere, entstünden andere Probleme: "Dann haben wir inzwischen in die Gesellschaft integrierte Familien, deren Kinder Deutsch gelernt haben und die all das geleistet haben, was wir von Flüchtlingen erwarten", sagte Albig. Ihnen dann zu sagen, sie müssten wieder weg, könnten weder die Betroffenen noch die Bürger in den Gemeinden verstehen, in denen sie leben. "Hätte man das nach sechs Wochen getan, wäre das anders." Im Übrigen kämen aus den für sicher erklärten Staaten nach wie vor besonders viele Flüchtlinge.

dpa

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