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Albig setzt sich für Häftling ein

Gefangen in China Albig setzt sich für Häftling ein

Seit Monaten sitzt ein deutscher Kunstspediteur in China in Haft. Ihm werden laut Medienberichten Zollvergehen vorgeworfen. Nun sprach der neue Kieler Ministerpräsident den Fall beim chinesischen Generalkonsul an.

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Erhält Unterstützung der Landesregierung: Nils Jennrich aus Rendsburg, derzeit in China inhaftiert.

Quelle: facebook.com/FreeNils

Rendsburg/Kiel. Die Kieler Regierung setzt sich für den aus Rendsburg stammenden Kunstspediteur Nils Jennrich ein, der Ende März in Peking wegen Zollvergehen und Steuerhinterziehung festgenommen wurde. Seitdem ist er laut Medienberichten in einer kleinen Zelle mit über zehn Mitgefangenen inhaftiert.

 Der stellvertretende Regierungssprecher Lars Erik Bethge bestätigte am Montag, dass Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) den chinesischen Generalkonsul auf den Fall angesprochen habe. Das Landesjustizministerium beschaffe sich nun weitere Informationen, sagte Bethge am Montag.

 Laut Medienberichten wird dem Mann vorgeworfen, den Wert von Kunstwerken beim Zoll zu niedrig angesetzt zu haben, um Einfuhrsteuern zu hinterziehen.

 Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, die deutsche Botschaft in Peking betreue den aus der Nähe von Rendsburg stammenden Mann konsularisch. Er sei mehrfach besucht worden, auch vom Botschafter. Die Botschaft stehe in Kontakt mit den chinesischen Behörden, den Anwälten des Mannes und seinen Angehörigen. Zum laufenden Verfahren wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

 Das „Handelsblatt“ hatte zuerst über den Fall berichtet. Laut „Welt“ wurde der Deutsche im Gefängnis kurz geschoren und muss sich seine stickige Zelle mit mehr als einem Dutzend Mitgefangener teilen. dpa

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Reaktion nach drei Monaten
China verteidigt die Haft für den Rendsburger Nils Jennrich.

Chinas Regierung hat die mehr als drei Monate dauernde Inhaftierung eines deutschen Kunstspediteurs aus Rendsburg in Peking als rechtmäßig verteidigt. Dem 32-Jährigen werde Schmuggel vorgeworfen, teilte das Außenministeriums am Dienstag in Peking mit.

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