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Albig trifft sich mit Kirchenmännern

Pilgertour im Watt Albig trifft sich mit Kirchenmännern

An der Waterkant trifft sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig mit den Bischöfen Heße und Magaard. Die Sorge um den Zustand der Welt hat die drei Männer zusammengebracht.

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„Wir sind einen Tag unterwegs, pilgern durch die Schöpfung“, sagte Albig.

Quelle: Marco Chwalek/Erzbistum Hamburg

Sankt Peter-Ording. Drei Männer pilgern durch die Schöpfung: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat sich mit dem katholischen Erzbischof Stefan Heße und dem evangelischen Bischof Gothart Magaard auf Eiderstedt zu einem Pilgertag getroffen. Bei „Kaiser-Wetter“ wanderten die drei am Freitag unter anderem am Strand von Sankt Peter-Ording. Hintergrund ist die gemeinsame Sorge um den Zustand der Welt, um die Zukunft der Schöpfung mit ihren natürlichen Lebensgrundlagen sowie die gemeinsame Verantwortung, diese zu erhalten.

„Wir müssen unserem Denken und Tun eine neue Richtung geben“, sagte Bischof Magaard zum Auftakt des Pilgertages an der Wasserkante im ökumenischen Gottesdienst. „Wir sehen doch, was aus der Unachtsamkeit unseren Lebensgrundlagen gegenüber entstanden ist: Die Meere sind vermüllt und überfischt, und das Wasser wird uns einst bis zum Hals stehen, wenn wir nicht zur Besinnung kommen.“

Erzbischof Heße mahnte in seiner Predigt, verantwortungsvoll und behutsam mit der Schöpfung umzugehen. „Wir müssen das große Ganze im Blick haben, wir haben nur diese eine Welt und haben keine zweite in der Schublade“, sagte er. Gleichzeitig appellierte der Erzbischof an alle in der Gesellschaft: „Jeder von uns hat es in der Hand. Konkrete Maßnahmen fangen im persönlichen Lebensstil an.“

Sorge um das gemeinsame Haus

„Wir sind einen Tag unterwegs, pilgern durch die Schöpfung“, sagte Albig. „Wir wandern, wir radeln, wir hören Lesungen und wir nehmen Natur wahr – um zu begreifen, zu schmecken, zu fühlen, zu riechen und zu erfahren, wie Schöpfung um uns ist.“

Zu den Stationen gehörte auch eine Autorenlesung aus dem Roman „Der Fuchs“ von Nis-Momme Stockmann. „Der Schriftsteller stammt von der Insel Föhr, und hat in dem Roman die Landschaften Nordfrieslands zur literarischen Landschaft auch in seinem Roman gemacht“, erklärte Frank Trende aus der Staatskanzlei den Bezug zu der Pilgertour: „Dieses Buch ist geprägt durch die Sorge um das gemeinsame Haus, könnte man sagen.“

Der Pilgertour vorausgegangen war eine Diskussion am Vortag unter dem Motto „Gemeinsam. Das gemeinsame Haus schützen“ mit Wissenschaftlern, Unternehmern und Prominenten über Klima-, Umwelt- und Naturschutz sowie über soziale Fragen und die Nord-Süd-Gerechtigkeit. Im Verlauf der Debatte sei unter anderem vorgeschlagen worden, mit einer Gebühr auf CO2-Ausstoß soziale Projekte wie kostenlose Kita-Betreuung zu finanzieren, sagte die Pressereferentin des Bischofs im Sprengel Schleswig und Holstein, Marie-Elisabeth Most-Werbeck. Diskutiert wurde auch, wie sich eine an Nachhaltigkeit orientierte Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft auf den Arbeitsmarkt auswirken könnte.

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