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Angehörige können Gefangene via Skype besuchen

Strafvollzug Angehörige können Gefangene via Skype besuchen

Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Neumünster können sich von Angehörigen künftig über den Internetanbieter Skype virtuell "besuchen" lassen. Über das Projekt informierte sich am Mittwoch Justizministerin Anke Spoorendonk.

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Justizministerin Anke Spoorendonk.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Neumünster. "Viele Angehörige haben weder die Zeit noch die finanziellen Mittel, um das Besuchskontingent in der Justizvollzugsanstalt ausschöpfen zu können", sagte die SSW-Politikerin. "Diese neue virtuelle Besuchsmöglichkeit kann daher eine Lücke schließen und bietet im Gegensatz zu Telefonaten den wichtigen "face-to-face"-Kontakt zu der Familie." Ein zu fünf Jahren Haft verurteilter Mann nutzte am Mittwoch die Gelegenheit zum Video-Gespräch mit Angehörigen in Albanien.

Die Nutzung dieser Technik stärke einen familienorientierten Strafvollzug, sagte Spoorendonk. Der Kontakt zu Angehörigen sei ein Grundbedürfnis und Grundrecht der Inhaftierten. Gefestigte soziale Bindungen trügen auch dazu bei, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Entlassung zu erleichtern. In der JVA Neumünster wurde ein PC mit Internetanschluss in einem dafür hergerichteten Raum aufgestellt, den die Gefangenen kostenlos für Videokontakte in Echtzeit mit Angehörigen nutzen können. Das Modellprojekt soll sechs Monate lang erprobt werden. Danach wird geprüft, ob es auf die anderen Anstalten ausgeweitet wird.

dpa

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