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Berlin kämpft um Schleswig-Holstein

Merkel und Schulz Berlin kämpft um Schleswig-Holstein

Berlin blickt nach Schleswig-Holstein. Mit dem Besuch der Kanzlerin auf dem CDU-Landesparteitag in Neumünster dreht der Wahlkampf ab heute richtig auf. Am Mittwoch kommt SPD-Gegenkandidat Martin Schulz erst nach Rendsburg und dann nach Ahrensburg, und der Promi-Reigen setzt sich bis zum 7. Mai fort.

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Kanzlerin Angela Merkel hat vier Besuche in Schleswig-Holstein geplant, um die Nord-CDU im Wahlkampf zu unterstützen. Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, will mindestens zweimal in den Norden kommen.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa; Montage: Lina Schlapkohl

Kiel. Die Landtagswahl gilt den Parteien als wichtiges Stimmungsbarometer: Eine Woche später wählt das einwohnerreiche Nordrhein-Westfalen, im September ganz Deutschland.

CDU spürt mehr Bundesredner

Nach Angaben der CDU hat Angela Merkel den Norden viermal auf ihrem Terminplan notiert. Gleich sechs Besuche plant Bundestagsfraktionschef Volker Kauder. Angekündigt haben sich auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Innenminister Thomas de Maizière und andere Kabinettsmitglieder. Ob ein Auftritt des CSU-Verkehrsministers Alexander Dobrindt für die Unionsschwester hilfreich ist, muss sich noch erweisen. „Generell haben sich spürbar mehr Bundesredner angekündigt als zu den beiden vergangenen Wahlen“, freut sich der Pressesprecher der Nord-Union, Max Schmachtenberg.

Die SPD setzt voll auf Ministerpräsident Torsten Albig und Parteichef Ralf Stegner. Im Hamburger Umland unterstützt sie Olaf Scholz. Der Bürgermeister der Hansestadt hat elf Termine vereinbart. Auch Familienministerin Manuela Schwesig und Arbeitsministerin Andrea Nahles haben sich angekündigt – und Martin Schulz. Der SPD-Hoffnungsträger, den man parteiintern bereits Sankt Martin nennt, soll den Norden noch ein weiteres Mal besuchen. Mindestens. Eineinhalb Wochen, nachdem ihn Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidaten vorgeschlagen hat, klettert die Bundes-SPD in Umfragen von 20 auf bis zu 28 Prozent. Im ARD-Deutschlandtrend hat Schulz sogar Merkel überholt: Bei der Frage, wen man direkt zum Kanzler wählen würde, entschieden sich 50 Prozent für ihn und nur noch 34 Prozent für Merkel.

Und sonst? „Wir machen einen eigenständigen grünen Wahlkampf“, sagt die Grünen-Landesvorsitzende Ruth Kastner. Aber: „Katrin Göring-Eckardt und voraussichtlich Cem Özdemir“, das frisch gekürte Spitzenduo, „werden sicherlich den Wahlkampf in Schleswig-Holstein unterstützen.“ Die FDP setzt ganz auf Wolfgang Kubicki. Angekündigt haben sich auch Bundeschef Christian Lindner sowie Katja Suding aus Hamburg und Lencke Steiner aus Bremen. Letztere ist dem breiten Publikum aus einer Start-up-Fernsehshow bekannt: „Die Höhle der Löwen“.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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