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Arbeitgeber: EU muss nach Brexit klare Haltung zeigen

EU Arbeitgeber: EU muss nach Brexit klare Haltung zeigen

Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat die Europäische Union nach dem Brexit zu einer klaren Haltung gegenüber Großbritannien aufgefordert, um so einen Dominoeffekt zu verhindern.

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Quelle: Frank Rumpenhorst

Hamburg. "Europa muss deutlich machen, was alles nicht mehr geht, wenn man den Club verlässt", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie, Nico Fickinger, am Freitag - und fügte an: "Die EU ist keine Beute-, sondern eine Solidargemeinschaft, deren Vorteile für Nicht-Mitglieder wegfallen müssen."

Die EU dürfe jetzt weder in Schockstarre verfallen noch den Brexit nur als Betriebsunfall werten, warnte Fickinger. Der bedauerliche Austritt der Briten müsse Anstoß für einen Reformprozess sein, der mehr Marktwirtschaft, Subsidiarität und Wettbewerb zum Ziel habe. Hart ging Fickinger mit der direkten Demokratie ins Gericht. "Grundsätzlich zeigt sich, welche verheerenden Ergebnisse demagogisch angeheizte Volksabstimmungen haben können, für deren negative Folgen am Ende niemand mehr haftbar gemacht werden kann."

Laut einer mit dem Schwesterverband AGV NORD vor der Abstimmung abgehaltenen, verbandsinternen Umfrage befürchten durch den Brexit rund 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen eine Schwächung der EU. 63 Prozent der Firmen sähen zudem ihre eigenen Geschäfte mindestens teilweise in Mitleidenschaft gezogen, acht Prozent sogar sehr stark. Beide Verbände haben rund 700 Mitgliedsunternehmen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen.

dpa

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