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Lübeck plant Abschiebung von 1000 Flüchtlingen

Asylpolitik Lübeck plant Abschiebung von 1000 Flüchtlingen

Die Hansestadt Lübeck will offenbar bis zu 1000 Flüchtlinge abschieben. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) wolle einen Abschiebeplan auflegen und hoffe auf die Unterstützung des Landes, hieß es.

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Deutschland verlassen? Die Hansestadt Lübeck plant wohl die Abschiebung von 1000 Flüchtlingen.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa (Symbolbild)

Lübeck. Bei der Ausreise könnten die Flüchtlinge finanzielle Hilfen erhalten, so ein Bericht der "Lübecker Nachrichten". Es solle aber keine Abschiebung "bei Nacht und Nebel", sondern ein "geordnetes und humanes Abschiebeverfahren" geben, betonte Saxe. Das zuständige Personal soll dafür verdoppelt werden. Derzeit lebten 6000 Asylsuchende in Lübeck.

In Schleswig-Holsteins Innenministerium sei man über einen kommunalen Abschiebeplan bislang nicht informiert worden, sagte Sprecher Patrick Tiede der Zeitung. Allerdings arbeite das Ministerium selbst an einem "Gesamtkonzept für ein integriertes Rückführungsmanagement". Damit setze man aber auf "Freiwilligkeit vor Zwangsmaßnahmen". Daran werde sich dann auch Lübeck zu halten haben. Massiven Widerstand gegen Saxes Vorhaben kündigt das Lübecker Flüchtlingsforum in dem Bericht an: "Wir werden das Bleiberecht mit allen erdenklichen Mitteln durchsetzen."

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