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Ausstellung zu NS-Massenmorden bei Minsk wird eröffnet

Geschichte Ausstellung zu NS-Massenmorden bei Minsk wird eröffnet

In der Hamburger St.-Katharinen-Kirche ist am Dienstag eine Ausstellung über ein nationalsozialistisches Vernichtungslager in der Nähe der weißrussischen Hauptstadt Minsk eröffnet worden.

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Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg. Die Wanderausstellung "Vernichtungsort Malyj Trostenez" wurde vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB/Dortmund) in Kooperation mit Historikern aus Weißrussland erarbeitet und wird in Hamburg erstmals gezeigt. Die Eröffnung fand genau 75 Jahre nach der Abfahrt des ersten Zuges mit deportierten Juden aus Hamburg nach Minsk statt.

Nach Angaben des Vereins war Malyj Trostenez die größte deutsche Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Die Angaben zur Zahl der Opfer schwanken stark: Nach Erkenntnissen deutscher Historiker ermordeten NS-Kommandos in Malyj Trostenez zwischen 1942 und 1944 mindestens 60 000 bis 80 000 Menschen, wie der Direktor der Stiftung für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, sagte. Die weißrussischen Vertreter sprachen bei der Eröffnung der Ausstellung von 200 000 Opfern. "Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen", sagte Neumärker. Unter den Opfern waren nach Angaben der Hamburgischen Bürgerschaft bis zu 1415 Juden aus Hamburg.

dpa

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