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BND-Präsident setzt nach Anschlägen auf mehr Überwachung

Ausstellungen BND-Präsident setzt nach Anschlägen auf mehr Überwachung

BND-Präsident Gerhard Schindler setzt nach den Anschlägen von Brüssel und Paris auf eine stärkere Überwachung von Verdächtigen. Bei den Anschlägen seien viele Terroristen in Netzwerken organisiert und einige auch den Behörden bekannt gewesen, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienst am Mittwoch in Hamburg.

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Gerhard Schindler, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND).

Quelle: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Hamburg. "Für die Nachrichtendienste bedeutet dies, dass wir noch stärker in diese Netzwerke infiltrieren müssen mit menschlichen Quellen." Außerdem müsse die technische Überwachung der Kommunikation der Terroristen "wirkungsvoll gestaltet" werden.

Generell gelte für ihn, "dass Nachrichtendienste notwendiger denn je sind, denn wir brauchen Informationen weit vor den Anschlägen, um sie zu verhindern, statt Informationen nach den Anschlägen". Zur Kritik an der Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden über die Landesgrenzen hinaus wollte er sich nicht äußern. In Deutschlands funktioniere die Kooperation jedoch gut. "Wir arbeiten in Deutschland sowohl mit den Nachrichtendiensten als auch mit der Polizei gut und optimal zusammen, insbesondere, was den Terrorismus anbelangt im gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum in Berlin." Mängel erkenne er dabei keine. "Allerdings: (...) Es gibt nichts, was man nicht verbessern kann."

Eigentlicher Anlass des Besuchs des BND-Präsidenten in Hamburg war die von Donnerstag bis zum 24. April laufende Fotoausstellung "Unheimlich - Der Bundesnachrichtendienst 1956 - 2016" im Pressehaus von Gruner + Jahr. Für die rund 50 großformatigen Fotos durfte sich der Fotograf Martin Lukas Kim sowohl in der bisherigen BND-Zentrale in Pullach bei München als auch im neuen Hauptquartier in Berlin frei bewegen. Tabu seien nur Bilder von Menschen und Autokennzeichen gewesen, sagte Kin.

dpa

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