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BUND gegen "Kuhhandel" bei Agrarsubventionen

Umweltpolitik BUND gegen "Kuhhandel" bei Agrarsubventionen

Der Umweltverband BUND in Schleswig-Holstein hat die Umweltminister aufgefordert, Agrarbetriebe nicht vom Erhalt von Wallhecken, Feldgehölzen oder Bäumen zu befreien.

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Forderung: Habeck soll Agrarsubventionen überdenken.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. Als Hintergrund für seinen Appell nannte der BUND am Dienstag eine Beschlussvorlage für die Umweltministerkonferenz, die am Freitag in Schleswig tagt. Demnach könnten die Auflagen entfallen, wenn die Betriebe ihr Eiweißfutter selbst anbauen, also weniger Sojafutter importieren. Direktzahlungen an die Landwirtschaft sollten trotzdem fließen. "Diesem Kuhhandel bei Umweltauflagen darf Schleswig-Holstein nicht zustimmen", forderte BUND-Landesgeschäftsführerin Ina Walenda von Minister Robert Habeck (Grüne). Vom Ministerium in Kiel war dazu zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Nach dem Vorschlag der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sollen Bauern, die Eiweißpflanzen auf 15 Prozent der Ackerfläche ihres Betriebs anbauen, keine Umweltauflagen zum Erhalt oder zur Schaffung von Landschaftselementen einhalten müssen. Dies hätte laut BUND zur Folge, dass auch erosionsgefährdete Agrarflächen ohne Baum und Strauch vom Steuerzahler belohnt würden. "Dies ist ein falscher finanzieller Anreiz für die Landwirtschaft", sagte Walenda. Vielmehr müsse der Anbau von Eiweißpflanzen wie Erbsen oder Lupinen verbindlicher Bestandteil der Fruchtfolge werden, um Direktzahlungen aus Brüssel zu erhalten.

dpa

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