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Bei Studium ohne Abitur ist der Norden im Hinterfeld

Bildung Bei Studium ohne Abitur ist der Norden im Hinterfeld

Studieren ohne Abitur oder Fachhochschulreife - das schaffen nicht viele. Im Wintersemester 2010/2011 traf dies in Schleswig-Holstein auf 91 Studienanfänger zu.

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Studenten ohne Abi: Schleswig-Holstein schneidet schlecht ab. Foto: Kai Remmers

Berlin/Kiel. Dies entspricht einer Quote von 0,94 Prozent. Damit belegt das nördlichste Bundesland in Deutschland Platz zwölf. Die Bundesrepublik insgesamt kam auf einen Wert von 2,1 Prozent, berichtete das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Knapp 10 000 der 450 000 Studienanfänger in Deutschland hatten 2010 keine klassische Hochschulzugangsberechtigung. Die Quote hat sich demnach gegenüber 2007 nahezu verdoppelt. In Schleswig-Holstein betrug sie damals 0,44 Prozent. Die Einrichtung mit den meisten Studienanfängern ohne Abi ist hier die private AKAD Fernhochschule Pinneberg.

Wirtschaft und Gewerkschaften machen sich seit Jahren dafür stark, die Hochschulen auch Meistern und beruflich Qualifizierten ohne Abitur zu öffnen. Ihnen erleichterte die Kultusministerkonferenz 2009 den Hochschulzugang. Spitzenreiter unter den Ländern ist Nordrhein-Westfalen mit einer Quote von 4,2 Prozent. In Schweden schaffen mehr als ein Drittel der Studenten ohne klassische Hochschulreife über ihre berufliche Qualifizierung den Sprung ins Studium.

dpa

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