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Bergung von Rostfässern startet Ende Februar

Atommüll Bergung von Rostfässern startet Ende Februar

Im abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel soll noch im Februar die Bergung von verrosteten Fässern mit Atommüll beginnen. Die Atomaufsicht habe dem Verfahren zugestimmt, gab der schleswig-holsteinische Energieminister Robert Habeck (Grüne) am Montag bekannt.

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Die Rostfässer im AKW Brunsbüttel sollen geborgen werden.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Brunsbüttel. Betreiber Vattenfall will die Behälter ferngesteuert mit eigens entwickelten Greifwerkzeugen nach und nach einzeln aus den unterirdischen Lagerräumen herausholen. Dann soll jedes Fass in ein Überfass gestellt werden.

In den abgeschirmten sogenannten Kavernen befinden sich über 600 Behälter mit schwach- bis mittelradioaktivem Abfall. Mindestens rund 150 Fässer sind schwer beschädigt. Dies hatten Inspektionen mit Spezialkameras ergeben. Die Bergungsarbeiten werden wahrscheinlich drei Jahre dauern. Zum Schutz der Mitarbeiter würden strenge Strahlenschutzvorschriften eingehalten, kündigte das Ministerium an. Für Umwelt und Bevölkerung gingen keine Gefahren aus. Es handle sich um Pionierarbeit, sagte Minister Habeck, der in Brunsbüttel einen Probelauf der Bergung beobachtete. Die Überfässer sollen in neu konzipierte Stahlblechcontainer gebracht werden, die zur Unterbringung im Endlager Schacht Konrad geeignet sind. Dieses wird voraussichtlich nicht vor 2022 zur Verfügung stehen.

Geschichte der Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein:

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