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Amtliches Endergebnis für SH steht fest

Bundestagswahl Amtliches Endergebnis für SH steht fest

Keine Veränderungen in den prozentualen Stimmanteilen, aber 1810 zwischenzeitlich vergessene Briefwähler in Altenholz und eine leicht nach unten korrigierte Wahlbeteiligung: Der Landeswahlausschuss hat das Zweitstimmen-Ergebnis der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag in Schleswig-Holstein festgestellt.

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Der Landeswahlausschuss unter Vorsitz von Landeswahlleiter Tilo von Riegen hat das amtliche Endergebnis für die Bundestagswahl in Schleswig-Holstein festgestellt.

Quelle: dpa

Kiel. Die Wahlbeteiligung im Land musste im Vergleich zum vorläufigen Endergebnis um 0,2 Prozent nach unten auf 76,3 Prozent korrigiert werden. Trotzdem stieg sie im Vergleich zu 2013 um 3,2 Prozent.

"Der Wahlverlauf war planmäßig und ohne nennenswerte Schwierigkeiten", sagte Landeswahlleiter Tilo von Riegen. Die von den Kreiswahlausschüssen festgestellten Stimmenzahlen wichen nur in Einzelfällen vom vorläufigen Endergebnis ab. Die Erststimmenergebnisse in den betroffenen Wahlkreisen sowie die prozentualen Zweitstimmenanteile der Parteien blieben unverändert.

Damit bleibt es bei den für die Landeslisten ausschlaggebenden Zweitstimmen bei 34 % für die CDU, 23,2 % für die SPD, 12 % für die Grünen, 12,6 % für die FDP, 7,3% für die Linke und 8,2 % für die AfD.

Korrigiert werden musste unter anderem das Wahlkreisergebnis in Kiel. Die Stimmen von 1810 Briefwählern in der Gemeinde Altenholz waren im vorläufigen Endergebnis versehentlich nicht berücksichtigt worden. "Auf den Ausgang der Wahl in diesem Wahlkreis hatte das letztlich keine Auswirkungen", sagte von Riegen. Auch in den Wahlkreisen Ostholstein – Stormarn-Nord und Eutin mussten Briefwahl-Stimmen nachgetragen werden.

Außerdem wurden dem Landeswahlleiter zwei Vorfälle gemeldet. Im Wahlkreis Kiel musste die Kreiswahlleitung die Büros am Wahltag gegen 9 Uhr wegen eines Feueralarms räumen. Etwa eine Viertelstunde nach dem Fehlalarm konnte die Arbeit aber wieder aufgenommen werden.

In Rellingen im Wahlkreis Pinneberg verzögerte sich die Stimmauszählung um eine Dreiviertelstunde, weil ein Wahlbeobachter mit seinen Anmerkungen nicht das Prüfverfahren abwartete, sondern sich in die Auszählung einmischte.

Schwierigkeiten durch vor der Wahl befürchtete Hacker-Angriffe sind laut von Riegen nicht aufgetreten. Dennoch sprach er sich gegen eine mögliche zukünftige Online-Wahl aus. "Beim jetzigen Verfahren mit Stimmzetteln aus Papier besteht keine Möglichkeit, das für die Mandatsverteilung im Bundestag maßgebliche Endergebnis zu manipulieren."

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Ein Artikel von
Merle Schaack
Volontärin

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