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CDU Hamburg wählt neuen Vorstand - Weinberg kandidiert wieder

Parteien CDU Hamburg wählt neuen Vorstand - Weinberg kandidiert wieder

Die CDU Hamburg will ihren Neuanfang nach dem Debakel bei der Bürgerschaftswahl 2011 weiter mit Parteichef Marcus Weinberg vorantreiben. Die Kreisverbände und Vereinigungen der CDU einigten sich für den Wahlparteitag an diesem Samstag darauf, dass der Bundestagsabgeordnete Weinberg die Partei weiter führen soll.

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Bleibt Marcus Weinberg weiterhin Parteichef?

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Der 45-Jährige war erstmals vor einem Jahr gewählt worden, nachdem der damalige Vorsitzende Frank Schira wegen des desaströsen Ergebnisses bei der Bürgerschaftswahl am 20. Februar sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Die CDU unter Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) war von 42,6 (2008) auf 21,9 Prozent abgestürzt, während die SPD die absolute Mehrheit holte.

Vor einem Jahr votierten 133 von 198 Delegierte für Weinberg. Das entsprach einer Zustimmung von lediglich 71 Prozent. Dabei war Weinberg zuvor von der Parteibasis in der bislang einzigen Mitgliederbefragung der CDU Hamburg mit ihren derzeit rund 8700 Mitgliedern zum alleinigen Kandidaten für den Chefposten bestimmt worden. Auch diesmal ist bislang kein Gegenkandidat in Sicht. Neben dem Vorsitzenden sollen die erwarteten 224 Delegierten an diesem Samstag im Congresszentrum CCH auch seine Stellvertreter, den Schatzmeister und die Beisitzer neu wählen.

Dabei bewerben sich neu um einen der vier Stellvertreterposten die frühere Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach und der frühere Sozialsenator und heutige Fraktionsvorsitzende Dietrich Wersich. Erneut kandidieren zudem die Bürgerschaftsabgeordnete Friederike Föcking und der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse. Die bisherigen Vizes Karen Koop und Viviane Spethmann treten dem eingereichten Vorschlag zufolge nicht mehr an. Schatzmeister soll wieder Thies Goldberg werden.

Ebenfalls Bewegung gibt es bei den 20 Beisitzern. Nicht mehr dabei sein werden laut dem Vorschlag der Kreisverbände und Vereinigungen unter anderem Ex-Bürgermeister Ahlhaus, der frühere Chef der Senatskanzlei Detlef Gottschalck, der ehemalige CDU-Kreisvorsitzende von Hamburg-Mitte David Erkalp und der Bürgerschaftsabgeordnete Heiko Hecht. Obwohl es in der Partei immer wieder Rufe nach mehr Frauen in Funktionsämtern gibt, ändert sich deren Anteil voraussichtlich nicht. Wie schon zuvor sollen dem 26-köpfigen Vorstand wieder 9 Frauen angehören. Das entspricht einem Frauenanteil von rund 34 Prozent.

Neben den Parteivizes Koop und Spethmann werden voraussichtlich nicht mehr dabei sein Marion von Frankenberg, die frühere Bürgerschaftsabgeordnete Barbara Ahrons und Karin Prien. Die amtierende Parlamentarierin Prien war in der Mitgliederbefragung für den neuen Parteivorsitz vor einem Jahr auf Platz zwei gekommen. Während sich damals rund 36 Prozent für Weinberg entschieden, wollten 27 Prozent Prien. Statt ihrer setzen die Kreisverbände und Vereinigungen der CDU nun unter anderem auf die türkischstämmige Lehrerin Nilgün Budak, auf Staatsrätin Angelika Kempfert und die frühere Bürgerschaftsabgeordnete Bettina Machaczek.

dpa

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