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CDU für größeren Abstand zwischen Windrädern und Häusern

Landtag CDU für größeren Abstand zwischen Windrädern und Häusern

Debatte um den Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnsiedlungen: Die CDU will im Landtag sich für 1200 statt bisher 800 Meter einsetzen. Die Windenergiebranche sieht tausende Arbeitsplätze in Gefahr.

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Die CDU in Schleswig-Holstein macht sich für einen größeren Mindestabstand zwischen Windrädern und Siedlungen stark.

Quelle: Gunda Meyer (Archiv)

Kiel/Husum. Die CDU in Schleswig-Holstein macht sich für einen größeren Mindestabstand zwischen Windrädern und Siedlungen stark. „Die Anlagen werden bekanntlich immer höher“, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther am Mittwoch. Entsprechend müsse der Mindestabstand angepasst werden. Günther kündigte einen entsprechenden Antrag für die Landtagssitzung kommende Woche an. Zu Siedlungsbereichen sollen die Abstände mindestens 1200 Meter statt bisher 800 Meter, zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen im Außenbereich mindestens 500 Meter statt bisher 400 Meter betragen.

„Mit unserem Vorschlag wollen wir etwa zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft nutzen“, sagte CDU-Landeschef Ingbert Liebing. Damit gebe es für den Ausbau der Windenergie ausreichend Landesflächen, aber auch die Sorgen der Menschen würden ernst genommen. „Die Energiewende ist ohne Frage für Schleswig-Holstein eine Riesenchance. Wir wollen sie so umsetzen, dass sich die Anwohner der Anlagen nicht als Verlierer fühlen.“

Massive Kritik an dem CDU-Vorschlag äußerte der Landesverband Windenergie Schleswig-Holstein. „Damit torpediert die CDU die Ziele der Landesregierung, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben, die Energiewende zu unterstützen und die Wertschöpfung im Land zu halten“, kritisiert die Leiterin der Landesgeschäftsstelle des Bundesverbands Windenergie (BWE SH), Nicole Knudsen.

„Bei höheren Mindestabständen würde sich die Menge der für Windenergieanlagen geeigneten Flächen ungefähr halbieren. Damit stünden kaum noch ausreichend Gebiete zur Verfügung“, warnte Knudsen. „Für die Windenergiebranche hätte das verheerende Folgen und würde allein in Schleswig-Holstein tausende Arbeitsplätze gefährden und mittelfristig Wertschöpfung in Milliardenhöhe vernichten.“

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