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Meyer-Heidemann stellt sich der Wahl

Politische Bildung Meyer-Heidemann stellt sich der Wahl

Schleswig-Holstein bekommt erstmals einen Landesbeauftragten für Politische Bildung. Den neuen Posten soll der Kieler Wissenschaftler Christian Meyer-Heidemann übernehmen. Mit der Wahl des Beauftragten dürfte das Geschacher um die Leitung der bisherigen Landeszentrale für Politische Bildung in Kiel enden.

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Christian Meyer-Heidemann stellt sich der Wahl zum Landesbeauftragten für politische Bildung.

Quelle: Privat

Kiel.  „Ich gehe davon aus, dass der Landesbeauftragte einvernehmlich gewählt wird“, sagt der SPD-Abgeordnete Jürgen Weber. Er leitet das Kuratorium, das eine „überparteiliche Arbeit“ des Beauftragten sicherstellen soll. Christian Meyer-Heidemann habe „große wissenschaftliche und praktische Erfahrungen mit der Politischen Bildung“. Der Kandidat selbst will sich „aus Respekt vor dem demokratischen Prozess“ nicht vor dem Wahlgang äußern. Der 35-jährige Wissenschaftler, der aus Wolfsburg stammt, hatte in Kiel sein Lehramtsstudium (Mathematik und Wirtschaft/Politik) absolviert, promoviert und zuletzt eine Vertretungsprofessur an der CAU inne.

 Christian Meyer-Heidemann übernimmt den A16-Job (knapp 5200 Euro brutto Grundgehalt) voraussichtlich zum Jahreswechsel. Der bisherige Leiter der Landeszentrale, Heiko Vosgerau, soll nach Angaben des Parlaments in die Landtagsverwaltung wechseln und dort das Referat Öffentlichkeitsarbeit verstärken. An Vosgerau, der erst seit 1. Juni 2014 im Amt ist, war ein heftiger Parteienstreit entbrannt. Die SPD hatte Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) vorgeworfen, einen SPD-Bewerber ausgebootet und stattdessen FDP-Mann Vosgerau angeheuert zu haben. Konsequenz: SPD, Grüne und SSW setzten im Landtag durch, dass die Politische Bildung künftig von einem gewählten Landesbeauftragten organisiert wird. CDU und Piraten übten harsche Kritik, die FDP unterstellte der SPD sogar, ein „neues Propagandaministerium“ einrichten zu wollen.

 In den vergangenen Monaten haben sich Wogen geglättet. Nach Ausschreibung des Beauftragtenjobs präsentierten sich Meyer-Heidemann und ein weiterer Bewerber in allen Fraktionen. SPD, Grüne, SSW, CDU und Piraten schlagen jetzt Meyer-Heidemann vor. Die FDP will sich enthalten. Der designierte Landesbeauftragte ist parteipolitisch nicht aktiv, wird aber dem SPD-Lager zugeordnet.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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