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DGB attackiert CDU-Landeschef wegen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik

Migration DGB attackiert CDU-Landeschef wegen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik

Mit Aussagen zur Flüchtlingspolitik stößt der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende Ingbert Liebing auf harsche Kritik. Nach den Angriffen auf Asylbewerber in den vergangenen Monaten sei Liebings Forderung nach einer "Verabschiedungskultur" und "öffentlich sichtbaren Zeichen der Abschiebung" fatal, sagte der DGB-Landeschef Uwe Polkaehn am Mittwoch.

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Der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende Ingbert Liebing.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. Verzweifelt Schutzsuchende für derartige Inszenierungen missbrauchen zu wollen, werfe ein trübes Licht auf den Vorwahlkampf in Schleswig-Holstein. "Herr Liebing zeigt damit auch der eigenen Bundeskanzlerin die kalte rechte Schulter."

In Anspielung auf die Willkommenskultur in Deutschland hatte der CDU-Landesvorsitzende für eine "Verabschiedungskultur" gegenüber abgelehnten Asylbewerbern plädiert. Er begründete das im "Flensburger Tageblatt" mit einer "zunehmend kippenden Stimmung in der Bevölkerung". Im Fall abgelehnter Asylsuchender müssten auch "öffentlich sichtbare Zeichen der Abschiebung gesetzt werden". DGB-Landeschef Polkaehn lehnte "Schau-Abschiebungen" ab. "Von einem Christdemokraten erwarte ich Nächstenliebe, humanistische Werte und politische Vernunft." Die vielen Menschen, die sich um eine gute Willkommenskultur bemühten, verdienten Wertschätzung und nicht solche Worte.

dpa

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