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DGB fordert von Nord-CDU klare Kante bei Werkverträgen

Arbeitsmarkt DGB fordert von Nord-CDU klare Kante bei Werkverträgen

Der DGB hat die CDU in Schleswig-Holstein aufgefordert, die von Union und SPD im Berliner Koalitionsvertrag vereinbarte gesetzliche Neuregelung von Werkverträgen und Leiharbeit voranzutreiben.

Kiel. Damit reagierte DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn am Donnerstag darauf, dass die Union im Bundestag die Reform auf Eis gelegt hat. "Ich nehme Sie persönlich in die Pflicht, umgehend bei der Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden zu intervenieren und auch für die schleswig-holsteinischen CDU-Abgeordneten klarzustellen, dass sie am Koalitionsvertrag festhalten", heißt es in einem Brief an den CDU-Landesvorsitzenden Ingbert Liebing.

Der DGB-Landeschef warnte: "Auch mit Blick auf die kommende Landtags- und Bundestagswahl können die Gewerkschaften nur davon abraten, sich mit arbeitnehmerfeindlichen Positionen zu profilieren". Ein Wortbruch würde weiteres Vertrauen in der Bevölkerung zerstören. "Alle CDU-Bundestagsabgeordneten des Nordens müssen Farbe bekennen und sagen, wie sie sich in der Fraktionssitzung verhalten haben." Union und SPD hatten 2013 verabredet, die Leiharbeit gesetzlich auf 18 Monate zu begrenzen. Leiharbeitnehmer sollen nach spätestens neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft.

Von Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen seien die Menschen im Norden besonders betroffen, sagte Polkaehn. Diese Instrumente würden von Arbeitgebern immer wieder zur Lohnsenkung genutzt.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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