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DGB gegen mehr Privatschulen

Schleswig-Holstein DGB gegen mehr Privatschulen

Bazahlschranke an der Schultür? Der DGB will nicht mehr Privatschulen in Schleswig-Holstein, die trotz öffentlicher Förderung hohe Schulgebühren verlangen. Der Geldbeutel dürfe nicht über die Zukunft der Kinder entscheiden.

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„So eine Bezahlschranke vor einer öffentlich geförderten Bildungseinrichtung darf nicht hingenommen werden“, sagte DGB-Nord-Vorsitzender Uwe Polkaehn.

Quelle: Sonja Paar (Archiv)

Kiel. Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) lehnt den Ausbau des Privatschulwesens in Schleswig-Holstein ab. Alle Schüler sollten die gleichen Bildungschancen erhalten, sagte der DGB-Nord-Vorsitzende Uwe Polkaehn. Eine Unterscheidung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern sei grundgesetzlich verboten. Der DGB kritisierte Pläne eines privaten Betreibers, mit öffentlichen Mitteln eine Schule in Pinneberg zu eröffnen, die eine monatliche Schulgebühr von 570 Euro erheben wolle. „So eine Bezahlschranke vor einer öffentlich geförderten Bildungseinrichtung darf nicht hingenommen werden“, sagte Polkaehn. Bildung sei keine Ware. „Der Geldbeutel darf nicht über die Zukunft der Kinder und ihre Aufstiegschancen entscheiden.“

Polkaehn forderte das Bildungsministerium auf, auch angesichts des großen Investitionsstaus an den Pinneberger Schulen einer Privatschule keinen Freifahrtschein zu erteilen. Der DGB Nord weist auf die Praxis der Hamburger Schulbehörde hin, die gegen mehrere Privatschulen vorgegangen ist, weil diese ein zu hohes Schulgeld verlangten. Nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil seien dabei 200 Euro monatlich als Höchstgrenze markiert worden.

Nach Angaben des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums gibt es landesweit 83 private allgemeinbildende Schulen mit insgesamt rund 14 700 Schülern. 46 Schulen werden vom Dänischen Schulverein im Landesteil Südschleswig betrieben. Die zweitgrößte Gruppen machen die Freien Waldorfschulen mit landesweit zwölf Einrichtungen aus.

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