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Debatte um Flüchtlingsheim: Bezirk legt neuen Bebauungsplan vor

Flüchtlinge Debatte um Flüchtlingsheim: Bezirk legt neuen Bebauungsplan vor

Hamburg (dpa/lno) - Der Bezirk Eimsbüttel hat für das Grundstück des umstrittenen Flüchtlingsheims im vornehmen Hamburger Stadtteil Harvestehude den Entwurf für einen neuen Bebauungsplan vorgelegt.

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Der Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele (SPD).

Quelle: Angelika Warmuth/Archiv

Interessierte konnten sich am Dienstag zudem vor Ort informieren.

In dem Entwurf ist von einer Fläche für den Gemeinbedarf die Rede, was nach Einschätzung der Behörden den Bau eines Flüchtlingsheims planungsrechtlich ermöglichen würde. Das Bezirksamt hofft, den Bau an der Sophienterrasse im Frühjahr 2016 fortsetzen zu können.

Das Verwaltungsgericht Hamburg hatte Ende Januar einem Eilantrag von drei Anwohnern stattgegeben und den Umbau des früheren Kreiswehrersatzamts in eine Unterkunft gestoppt. Es verwies dabei unter anderem auf den Baustufenplan von 1955, der das Gebiet als besonders geschütztes Wohngebiet ausweise. In dem seit 2012 leerstehenden Gebäude möchte die Stadt 220 Flüchtlinge unterbringen.

Zu einer öffentlichen Diskussion, zu der der Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel geladen hatte, kamen am Dienstagabend etwa 300 interessierte Bürger. Einige nutzen auch die Gelegenheit und schauten sich das leerstehende frühere Kreiswehrersatzamt an der Sophienterrasse an. Am Rande der Diskussionsrunde machte Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke klar, dass die Entscheidung des Gerichts so nicht hingenommen würde. "Das werden wir durchsetzen", sagte er zum Bau des Flüchtlingsheims.

Die Stadt erwartet für das laufende Jahr eine Rekordzahl an Flüchtlingen. Bereits im ersten Halbjahr seien mit 12 536 Flüchtlinge etwa genauso viele nach Hamburg gekommen, wie im gesamten Jahr zuvor, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) Dienstag.

dpa

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