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Der Norden befürchtet Kahlschlag bei Wasser- und Schifffahrtsämtern

Verwaltung Der Norden befürchtet Kahlschlag bei Wasser- und Schifffahrtsämtern

Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sorgen in Schleswig-Holstein für Unruhe. Nach Angaben der Lübecker Bundestagsabgeordneten Gabriela Hiller-Ohm (SPD) sieht Ramsauers Konzept vor, die Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Lübeck, Lauenburg und Brunsbüttel zu Außenstellen anderer Ämter herabzustufen.

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Ramsauer will die Schifffahrtsverwaltung straffen.

Quelle: Peter Steffen/Archiv

Lübeck. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Kiel solle in ein Wasser- und Schifffahrtsamt umgewandelt werden. Hintergrund sind Regierungspläne, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu straffen. Bis 2023 soll danach ein Fünftel der bundesweit 12 500 Stellen wegfallen, von den bislang 39 Ämtern sollen neun zu Außenstellen degradiert werden.

"Schleswig-Holstein würde davon besonders hart betroffen. Allein die drei Dienststellen in Lübeck, Lauenburg und Brunsbüttel haben zusammen rund 1100 Mitarbeiter. Da die Verwaltung ja schlanker werden soll, wird es für die Beschäftigten nicht ohne Einschnitte abgehen", sagte Hiller-Ohm am Dienstag. Kritik kommt auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten Rolf Koschorrek. Er bemängelt vor allem die Pläne Ramsauers, das Verkehrsmanagement für den Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel auf eine neu zu gründende Revierzentrale in Cuxhaven zu verlagern. Die bewährten regionalen Zuständigkeiten müssten erhalten werden, forderte er.

Das Konzept soll nach Angaben der Abgeordneten am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages beraten werden. Es soll nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten.

dpa

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