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Geschlossenes Jugendheim darf wieder öffnen

Dithmarschen Geschlossenes Jugendheim darf wieder öffnen

Ein zuletzt wegen Missständen geschlossenes Jugendheim im Kreis Dithmarschen darf zunächst weiterbetrieben werden. Sollten die Betreiber gegen den Entzug der Betriebserlaubnis klagen, dürfe es bis zu einer Gerichtsentscheidung geöffnet bleiben, sagte ein Sprecher des Landessozialministeriums am Donnerstag.

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In einem Eilantrag hat das Verwaltungsgericht Schleswig die Schließung des Jugendheims in Dithmarschen zunächst wieder rückgängig gemacht.

Quelle: dpa

Dithmarschen. Das habe das Verwaltungsgericht Schleswig in einem Eilantrag entschieden. Ein Gerichtssprecher war am Donnerstagabend zunächst nicht zu erreichen.

Jugendamt bleibt bei Einschätzung

Die acht Jungen und Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren waren Mitte Juni vom Kreis in Obhut genommen worden, da der „dringende Verdacht auf eine akute Kindeswohlgefährdung“ vorlag. Nun muss das Landesjugendamt beim Sozialministerium die für die Jugendlichen jeweils verantwortlichen Jugendämter über den möglichen Weiterbetrieb informieren. Sollte sich das Heim gegen die Schließung wehren, müssten diese entscheiden, ob sie die Jugendlichen wieder dorthin zurückschicken. Das Landesjugendamt bleibt derweil bei seiner Position: Der Betreiber sei „weder willens noch in der Lage“, Missstände abzustellen.

In Schleswig-Holstein haben inzwischen drei Jugendhilfeeinrichtungen ihre Betriebserlaubnis verloren – zunächst der Friesenhof im Kreis Dithmarschen im Juni 2015 unter anderem wegen menschenunwürdiger Erziehungspraktiken, dann im März 2016 eine weitere Einrichtung für Mädchen in Flensburg wegen des Verdachts des Drogenmissbrauchs und schließlich die weitere Jugendeinrichtung in Dithmarschen.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Kristin Alheit (SPD), Sozialministerin von Schleswig-Holstein. Photo: MARKUS SCHOLZ/Archiv

Über die Schließung eines dritten Jugendheims in Schleswig-Holstein wird Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) im Parlament Auskunft geben - die CDU will. Der Anwalt der Einrichtung kündigt rechtliche Schritte gegen den Entzug der Betriebserlaubnis an.

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