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Drastisch mehr Selbstanzeigen

Steuersünder im Norden Drastisch mehr Selbstanzeigen

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern hat sich in Schleswig-Holstein im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. In den ersten drei Monaten gingen nach Angaben des Finanzministeriums 196 Anzeigen ein, nach 66 im gleichen Zeitraum 2013.

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CD-Ankäufe, der zunehmende Datenaustausch zwischen den Staaten, das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz, die Weißgeldstrategie der Schweizer Banken und vieles mehr — für Steuerstraftäter wird es immer enger.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Kiel. Von Januar bis März wurden Kapitaleinnahmen in Höhe von rund 23 Millionen Euro und Vermögen in Höhe von 7 Millionen nacherklärt. Im ersten Quartal 2013 waren es 8 und 4,5 Millionen. Die geschätzten Mehrsteuern und eingegangenen Geldbeträge addierten sich im ersten Quartal 2014 auf rund 10 Millionen Euro (2013: 7 Millionen).

„CD-Ankäufe, der zunehmende Datenaustausch zwischen den Staaten, das gescheiterte Steuerabkommen mit der Schweiz, die Weißgeldstrategie der Schweizer Banken und vieles mehr — für Steuerstraftäter wird es immer enger“, sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Mehr denn je müsse heute jedem klar sein, dass Steuerhinterziehung auf Dauer nicht folgenlos bleibe. „Deshalb ist es auch richtig, dass sich Bund und Länder einig sind, die strafbefreiende Selbstanzeige zu verschärfen“, sagte Heinold. Wer glaube, sich weiter auf Kosten der Gemeinschaft bereichern zu können, der irre. „Ungestraft wieder in die Legalität zurückkehren zu können, wird spürbar teurer, und das ist auch gut so.“

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