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Dritte Woche im Kitastreik: 3000 Erzieherinnen demonstrieren

Tarife Dritte Woche im Kitastreik: 3000 Erzieherinnen demonstrieren

Mit einer Demonstration in Hamburg ist der Streik der Erzieherinnen an kommunalen Kitas am Dienstag in die dritte Woche gegangen. Unter dem Motto "Wir sehen schwarz ohne Angebot" zogen nach Polizeiangaben rund 3000 Erzieherinnen mit Rasseln und Trillerpfeifen vom Gänsemarkt über den Jungfernstieg bis zum Gewerkschaftshaus.

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Erzieherinnen: «Wir sehen schwarz ohne Angebot».

Quelle: Daniel Naupold/Archiv

Hamburg. Darunter waren auch streikende Postbeschäftigte, die sich der Demonstration der Gewerkschaft Verdi angeschlossen hatten. "So unterschiedlich die Tarifkonflikte erscheinen mögen: Es geht den Beschäftigten um faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen", hatte Berthold Bose, Landesbezirksleiter von Verdi Hamburg, im Vorfeld angekündigt.

Seit dem 8. Mai streiken die Erzieherinnen an kommunalen Kitas für mehr Lohn und Anerkennung. Verdi und GEW fordern für die bundesweit 240 000 Beschäftigten eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es um 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. In Hamburg sind rund 25 000 Kinder und ihre Eltern betroffen. 50 Kitas sind komplett geschlossen, in weiteren 80 Einrichtungen wurde ein Notdienst eingerichtet, der von den Eltern und nicht streikenden Erziehern organisiert wird.

Unter dem Motto "Jetzt reicht's - Erzieherberuf aufwerten, Kita-Streik beenden" wollen am Nachmittag Eltern und Kinder um 16.30 Uhr auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz für ein Ende des Kita-Streiks demonstrieren. Es müsse dringend etwas passieren, damit die Streiks enden, sagte Björn Staschen vom Landeselternausschuss (LEA) Hamburg. Die Stadt Hamburg müsse ihren Einfluss geltend machen, um Bewegung in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern zu bringen. Der laufende Streik treffe nicht die Arbeitgeber, sondern die Eltern und deren Kinder. Viele Eltern wüssten nach zwei Wochen Streik weder ein noch aus und fürchteten um ihren Arbeitsplatz. Kommunen und Gewerkschaften müssten nun alles daran setzen, sich zu einigen, damit nicht länger Dritte getroffen werden.

dpa

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