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Stegner mahnt Schliesky zur Neutralität

Einbrüche Stegner mahnt Schliesky zur Neutralität

Weil sich CDU-Fraktionschef Günther mit Vertretern der Polizei auf dem Privatgrundstück des Landtagsdirektors Utz Schliesky getroffen hatte, twitterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner: „CDU-Kapriolen in SH immer doller: Im permanenten Skandalgeschreimodus wird nun auch Landtagsdirektor für Oppositions-PR eingespannt.

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 Daniel Günther wurde von Ralf Stegner angemahnt.

Quelle: Cornelia Müller

Kiel. Die stark gestiegenen Einbruchszahlen haben nun auch zu einer hitzigen Kontroverse im Landeshaus geführt. Weil sich CDU-Fraktionschef Daniel Günther am Montag gemeinsam mit Vertretern der Polizei auf dem Privatgrundstück des Landtagsdirektors Utz Schliesky in Dänischenhagen getroffen hatte, twitterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner: „CDU-Kapriolen in SH immer doller: Im permanenten Skandalgeschreimodus wird nun auch Landtagsdirektor für Oppositions-PR eingespannt.

In einem zweiten Tweet Stegners hieß es: „Schon mal erwogen, liebe CDU, dass Landtagspräsident und Landtagsdirektor zumindest eine rudimentäre parteipolitische Neutralität wahren sollten?“ Am Dienstagabend legte Stegner nach: „Es gibt Ämter, wo Überparteilichkeit Jobbedingung ist. Hände haben viele – Fingerspitzengefühl längst nicht alle.“

 Schliesky hatte im Januar im Namen von 80 Bürgern einen Brief an Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) geschickt, in dem die Dänischenhagener ihre Sorgen um die vielen Einbrüche zum Ausdruck brachten. Schliesky selbst war zuvor Einbruchsopfer geworden. „Das Beamtengesetz schreibt dem Landtagsdirektor Neutralität vor“, erklärte am Dienstag die Fraktionschefin der Grünen, Eka von Kalben. Daher sei der CDU-Besuch bei Schliesky höchst fragwürdig. Den Brief an Albig „hätte auch Schlieskys Frau oder besser noch ein Dänischenhagener Nachbar schreiben können“, so von Kalben.

 „Mir ist neu, dass die Ernennung zum Landtagsdirektor mit der Aberkennung der Bürgerrechte verbunden ist“, entgegnete Günther. Es sei „unerträglich“, dass Stegner „zur Ablenkung von steigenden Einbruchszahlen auch vor einer Verunglimpfung des Landtagspräsidenten und des Landtagsdirektors nicht zurückschreckt“. Stegner ärgere offenbar, dass der Hilferuf von 80 Bürgern die Einbruchskriminalität in die breite Öffentlichkeit gezogen habe. Günther: „Ich empfehle Stegner, sich auch einmal mit Einbruchsopfern und deren Nachbarn zu unterhalten.“ Denen sei Parteipolitik egal, so Günther: „Die haben Angst und wollen wissen, wie sie geschützt werden.“

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Günther besucht Schliesky
Foto: Revierleiter Ralf Lohmeyer, Daniel Günther (CDU) und Jörg Schmidt von der Polizei Altenholz (v.r.) lassen sich vor dem Haus der Schlieskys die Sorgen der Bürger vortragen.

Ortstermin mit Politik und Polizei im Carport: Der CDU-Fraktionschef im Landtag und Eckernförder CDU-Vorsitzende Daniel Günther hat sich am Montagabend bei Landtagsdirektor Utz Schliesky in Dänischenhagen angesagt. Schliesky wurde wie 15 weitere Dänischenhagener Opfer eines Wohnungseinbruchs.

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