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Eine Hochspannungsleitung weniger?

Energieminister Habeck lässt prüfen Eine Hochspannungsleitung weniger?

Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck will prüfen lassen, ob von den geplanten Hochspannungsleitungen von Kiel und Lübeck nach Göhl in Ostholstein eine verzichtbar ist.

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Quelle: dpa

Kiel. „Untersucht werden soll, ob durch den Verzicht auf eine Leitung die Versorgungssicherheit gefährdet ist“, hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme des Grünen-Politikers zum Netzentwicklungsplan.

Dieser beinhaltet für die nächsten Jahre den Strombedarf in Deutschland, die Produktion und die Wege, die der Strom nehmen soll. Die Netzbetreiber sollen nun klären, ob der Verzicht auf eine der genannten 380-KV-Leitungen technisch möglich und sinnvoll wäre. Der Netzausbau solle verträglich und ohne unnötige Eingriffe vorgenommen werden, sagte die Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Um die Atommeiler komplett durch erneuerbare Energien zu ersetzen, würden neue Stromtrassen entlang der West- und Ostküste gebraucht, erklärte Habeck. Diese fänden sich auch in der Bedarfsplanung des Bundes wieder. Besonders wichtig ist nach Ansicht des Kieler Ministeriums der Bau einer Gleichstromtrasse nach Süddeutschland. Sie soll in Wilster, Brunsbüttel und Kaltenkirchen starten und zum Beispiel Windstrom in den Süden bringen. Habeck dringt auf Tempo: „Bis 2015 muss das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein“. dpa

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Windenergie auf See
Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) nimmt am Freitag (27.07.2012) in Büttel eine neue Höchstspannungsleitung in Betrieb. Die Leitung führt mit einer Länge von rund drei Kilometern von der Schalt- und Konverteranlage in Büttel durch einen bestehenden Windpark zum Umspannwerk in Wilster. Sie soll den von Offshore-Windparks in der Nordsee erzeugten Strom in das Netz der überregionalen "Stromautobahnen" einspeisen.

Eine drei Kilometer lange Hochspannungsleitung in Schleswig-Holstein ist ein kleiner Mosaikstein bei der Umsetzung der Energiewende. Dabei zeigt sich auch: Beim Ausbau der Windenergie auf See sind die ehrgeizigen Ziele der Regierung nur mit Mühe noch zu schaffen.

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