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Erdöl-Suche in Angeln wird Chefsache

Energie Erdöl-Suche in Angeln wird Chefsache

Im Streit um die Erdöl-Suche in Angeln hat Landesenergieminister Robert Habeck (Grüne) die Aufsicht über die Ölförderung im Land zur Chefsache erklärt. Anträge müssten statt beim auch für Schleswig-Holstein zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Niedersachsen künftig zunächst beim Kieler Energieministerium eingereicht werden, sagte Habeck am Donnerstag bei einer Diskussion des Kreises Schleswig-Flensburg in Steinbergkirche.

Steinbergkirche. Eingehende Anträge von öffentlichem Interesse werde er alle publik machen, sagte er - und verteilte Kopien eines neuen Antrags der Central Anglia AS.

Die in Norwegen registrierten Aktiengesellschaft sucht in Angeln auf rund 183 Quadratkilometern nach Öl. Das LBEG hatte dafür zuletzt den Hauptbetriebsplan und somit Bodenproben an der Oberfläche genehmigt. Dies war jedoch erst viel später bekannt geworden. Auch Habeck erfuhr nach eigenen Angaben erst nach Monaten davon.

Gegen die Erdöl-Suche in Angeln gibt es großen Widerstand in der Bevölkerung. Die Initiative "Angeliter bohren nach" befürchtet Verunreinigungen des Trinkwassers und spricht von einem Geheimverfahren. Verbieten können habe das LBEG die beantragte Suche nach eigenen Angaben aber nicht - das Bergrecht gebe das bislang nicht her.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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