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Erste Gesundheitskarten für Flüchtlinge

Arztbesuch Erste Gesundheitskarten für Flüchtlinge

Die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge ist auf den Weg gebracht. Die Familie Ahmed aus Syrien, die derzeit in Büdelsdorf lebt, bekam am Montag als erste in Schleswig-Holstein die Karte von Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) und AOK-Vorstand Tom Ackermann überreicht.

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Die neue elektronische Gesundheitskarte erleichtert jetzt Amer Ahmed den Arztbesuch.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Wenn Amer Ahmed, seine Frau Antiya Dino oder Sohn Mohamed künftig zum Arzt gehen, dann haben sie es einfacher. „Bislang mussten wir erst zum Amt gehen, sagen, dass wir krank sind, und uns einen Berechtigungsschein holen, mit dem wir zum Arzt gehen konnten“, erklärte Ahmed. Jeder Arztbesuch setzte zwingend einen Besuch der Verwaltung voraus. Ohne Schein keine Behandlung.

„Dieser Weg ist jetzt einfacher geworden“, sagte Sozialministerin Alheit. Wie alle anderen gesetzlich Versicherten könnten Flüchtlinge mit der neuen Karte künftig direkt zum Arzt gehen. Der könne dann entscheiden, welche Behandlung notwendig sei, ohne den Umweg über die Verwaltung, die mangels Fachkenntnis, ohnehin nur schwer eine Entscheidung treffen könne.

Freie Kapazitäten werden genutzt

„Für uns bedeutet das eine unheimliche Vereinfachung in der Verwaltung“, sagte Büdelsdorfs Bürgermeister Jürgen Hein. Die dadurch freien Kapazitäten könne man gut in anderen Bereichen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen nutzen.

Möglich wurde der Bürokratieabbau durch eine Rahmenvereinbarung, die das Land mit den gesetzlichen Krankenkassen im Oktober vergangenen Jahres geschlossen hatte, nachdem eine bundesweite Einigung gescheitert sei, so die Sozialministerin. „Schleswig-Holstein ist das erste Flächenland, das diese Karte einführt“, erklärte Alheit. Nach dem eher symbolischen Akt am Montag würden tausende Karten von den Krankenkassen versendet werden.

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