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Ermittlungen nach Tod des ungeborenen Babys einer Migrantin

Flüchtlinge Ermittlungen nach Tod des ungeborenen Babys einer Migrantin

Nach dem Tod des ungeborenen Babys einer 20-jährigen Migrantin aus Guinea ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft. Mit einem sogenannten Todesermittlungsverfahren will die Behörde klären, ob der Tod des Kindes auf Fremdverschulden zurückzuführen ist, sagte eine Sprecherin dem Radioprogramm NDR Info und dem Sender WDR. Mit ersten Ergebnissen sei nicht vor Ende August zu rechnen.

Hamburg. Die 20-Jährige erhebt laut NDR und WDR schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hamburg-Harburg. Sie sei im Februar von Hamburg in die Flüchtlingsunterkunft Burbach in Nordrhein-Westfalen geschickt worden, obwohl bei ihr eine Risikoschwangerschaft vorlag und Ärzte ihr Bettruhe verordnet hatten. Trotz Protests gegen die Entscheidung sei das Paar nach eigenen Angaben zwölf Stunden mit Regionalzügen bis Dortmund gefahren. Nach der Reise habe die Frau ihr ungeborenes Kind verloren.

Die 20-Jährige habe erklärt, sie habe die zuständigen Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft informiert, dass bei ihr eine Risikoschwangerschaft vorliege. Laut WDR hatte der Senat auf eine Kleine Anfrage der Linken in der Hamburger Bürgerschaft hin mitgeteilt, die Frau habe gegenüber den Behörden verschwiegen, dass in ihrer Schwangerschaft Komplikationen aufgetreten seien. Zudem habe sich die Familie mit der Reise nach Burbach einverstanden erklärt.

dpa

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