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Erste Tornados starten Donnerstag in Richtung Türkei

Terrorismus Erste Tornados starten Donnerstag in Richtung Türkei

Deutsche Piloten sollen über Syrien mit Aufklärungsflügen den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützen. Am Donnerstag starten die ersten „Tornados“ von Jagel aus. Ihre erste Station ist Incirlik in der Türkei.

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Ein Kampfflugzeug vom Typ «Tornado» startetvom Fliegerhorst in Jagel.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Jagel. Die beiden ersten deutschen Tornado-Aufklärungsjets brechen an diesem Donnerstag vom schleswig-holsteinischen Jagel aus zu ihrem Syrien-Einsatz in Richtung Türkei auf. Dem Vorkommando gehören knapp 40 Soldaten an. Sie fliegen mit einem A400M vom Flugplatz Jagel aus nach Incirlik, gefolgt von den zwei „Tornados“, wie die Luftwaffe am Mittwoch mitteilte. Der Bundestag hatte am Freitag die Entsendung von maximal 1200 Soldaten beschlossen. Sie sollen die Koalition gegen die Terrororganisation Islamischer Staat unterstützen.

Außerdem soll bereits am Donnerstag von Köln-Wahn aus ein Tankflugzeug starten. Die Treibstoffversorgung in der Luft ermöglicht den Piloten längere Angriffsoperationen. Die eigentlichen Aufklärungsflüge selbst sind erst von Januar an geplant. Die deutschen Piloten sollen Nationen, die Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen fliegen, damit unterstützen.

Militärischer Appell zum Abschied in Jagel

Zur Verabschiedung der Soldaten aus Jagel plant die Bundeswehr einen militärischen Appell. Daran wird neben dem Kommandierenden General des Luftwaffentruppengeschwaders, Generalleutnant Helmut Schütz, auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) teilnehmen.

Die Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 „Immelmann“ aus Jagel bereiten sich bereits seit Tagen unter Hochdruck auf ihren Einsatz vor. Insgesamt sollen sechs „Tornados“ zum Einsatz kommen. Nach vorläufigen Planungen soll das Geschwader aus Jagel vier der ersten sechs Maschinen stellen, das Taktische Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel in Rheinland-Pfalz die beiden anderen.

Einsatz ist bisher heikelste Mission der Bundeswehr

Der Einsatz in Syrien gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. „Der Einsatz ist sicherlich gefährlich“, sagte Geschwader-Kommodore Michael Krah im Vorfeld des Starts. Der deutsche Beitrag bringe der Koalition gegen den IS einen Mehrwert. Denn: „Aufklärung kann man nicht genug haben.“

Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte „Augsburg“. Sie hat sich einem multinationalen Verband des Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ angeschlossen. Zusammen mit Kriegsschiffen aus Großbritannien, Belgien und Frankreich soll sie den Flugzeugträger bei seinem Einsatz gegen den IS schützen.

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Jagel
Foto: Klar zum Aufbruch: Die Luftwaffensoldaten in Jagel bereiten sich auf ihren Einsatz in Syrien vor.

Mit einem Appell werden am Donnerstag die ersten 40 Soldaten vom Luftwaffenstützpunkt Jagel verabschiedet, und von einem Transportflugzeug abgeholt. Sie sollen als Vorauskommando in der türkischen NATO-Basis Incirlik die Einsätze vorbereiten. Vom türkischen Flughafen starten ab Januar die Tornado-Jets.

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