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Landesverband der Alfa-Partei gegründet

Ex-AfD'ler Landesverband der Alfa-Partei gegründet

Die von der AfD abgespaltene Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) hat am Sonnabend einen Landesverband für Schleswig-Holstein gegründet. Ein Parteitag in Mühbrook bei Neumünster beschloss eine Satzung und wählte einen Landesvorstand.

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Ein Parteitag in Mühbrook bei Neumünster beschloss eine Satzung und wählte den IT-Unternehmer Jürgen Joost einstimmig zum Landesvorsitzenden.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Mühbrook. Vorsitzender wurde der IT-Unternehmer Jürgen Joost (58), der vor dem Umbruch bei der AfD dort stellvertretender Landesvorsitzender war. Er bekam alle 49 Stimmen. Alfa in Schleswig-Holstein ist der achte Landesverband in Deutschland. In den nächsten Wochen stehen Gründungen in Bayern, Thüringen und Hessen an.

Die Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke hat im nördlichsten Bundesland nach eigenen Angaben etwa 120 Mitglieder und gewinnt täglich im Schnitt ein weiteres hinzu. Die konkurrierende AfD spricht von rund 650 Mitgliedern und täglichen Zuwächsen von fünf bis sieben.

Die anderen Parteien versagten in Bund und Land, sagte der Alfa-Landesvorsitzende Joost, der lange der CDU angehörte. Dies dürfe nicht dazu führen, dass die politischen Ränder erstarken. Das Alfa-Angebot komme aus der Mitte der Gesellschaft. Auch zwei der drei Stellvertreter von Joost sind ehemalige CDU-Mitglieder.

Ziel der Partei ist es, nach der Wahl 2017 in den Landtag einzuziehen. Klar distanzierte sich Alfa von der Konkurrenz: Der SPD bescheinigt die Partei in einem Papier zur Landespolitik „ideologische Verbohrtheit und Kleinkariertheit“, der CDU „Kraft-, Mut- und Prinzipienlosigkeit“, den Grünen „Technophobie, Belehrungs- und Verbotskultur“ und der FDP „programmatische Leere“.

Es sei mühsam, neue Parteistrukturen aufzubauen, sagte die Generalsekretärin der Alfa-Bundespartei, Ulrike Trebesius. Die schleswig-holsteinische EU-Abgeordnete und einstige AfD-Landesvorsitzende kritisierte vor allem vehement die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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