13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
CDU feiert Peter Harry Carstensen

Ex-Ministerpräsident CDU feiert Peter Harry Carstensen

Er wollte keine große Party, also wurde es eine „kleine Feierstunde“ mit Kaffee und Kuchen im Fraktionssaal der CDU: „Der 27. April 2005 war ein historischer Tag“, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther in seiner Laudatio auf Peter Harry Carstensen. Der Ex-Ministerpräsident habe mit dem Amtsantritt vor zehn Jahren einen „Paradigmenwechsel“ im Land herbeigeführt.

Voriger Artikel
Habeck gibt Zusage auf Zeit
Nächster Artikel
Habeck verschärft Atommüll-Regeln

Peter Harry Carstensen hatte vor zehn Jahren die Regierungsgeschäfte in Schleswig-Holstein übernommen. Grund zur Freude, finden auch Landeschef Ingbert Liebing (links) und Fraktionschef Daniel Günther (Mitte).

Quelle: Frank Peter

Kiel. Was Carstensen in seiner launigen Erwiderung natürlich zu vertiefen wusste. „Es ging damals um verantwortungsvolle Politik den Menschen gegenüber.“ Das Gegenbeispiel für die CDU: Der letzte rot-grüne Haushalt vor der Wahl mit einer Deckungslücke von 1,6 Milliarden Euro. Einmal in Fahrt, rechnete Carstensen mit dem einen oder anderen politischen Gegner von gestern und heute ab. Gleichzeitig ging der Dank an ehemalige Mitstreiter, ausdrücklich auch an die SPD, „bis auf einen“: Alle hätten voll mitgezogen. „Es waren gute Jahre.“ Es sei im Übrigen richtig gewesen, „selbst zu entscheiden, wann ich aufhöre“. Auch nach der Zeit in der Politik gehe es ihm prächtig: „Ich bin den ganzen Tag auf dem Acker. Oder liege im Stuhl mit dem Dackel auf dem Bauch.“

Einen Tipp für den möglichen nächsten CDU-Spitzenkandidaten, Parteichef Ingbert Liebing, hatte Carstensen auch parat: „Ich bin damals nicht angetreten, um nicht Ministerpräsident zu werden.“ In Partei und Fraktion gab es zuletzt Irritationen, weil Liebing sich am vergangenen Wochenende in einem Interview klarer als bislang für die eigene Spitzenkandidatur ausgesprochen hatte – ohne große öffentliche Wirkung. Es hätte „schon nahegelegen, die Erklärung anders zu präsentieren und mit Inhalten zu verbinden“, heißt es in der Landesgruppe in Berlin. Das Vorgehen sei nicht abgesprochen und so nicht geplant gewesen. Gleichzeitig will man die Sache zu den Akten legen. Johann Wadephul, Bundestagsabgeordneter und zu Carstensens Zeit CDU-Fraktionschef in Kiel: „Der Ablauf war nicht optimal, aber der Vorteil ist, dass jetzt alles klar ist.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Patrick Tiede
Redaktion Lokales Kiel/SH - Landeshaus-Korrespondent